Sport | Fußball
11.03.2013

Ein Familienbesuch mit 54.000 Zuschauern

Hamit Altintop kehrt mit Galatasaray in seine Heimatstadt Gelsenkirchen zurück.

Einen besseren Motivationsschub kann es für einen Fußball-Klub nicht geben. Nach dem 2:1-Derbysieg gegen Borussia Dortmund geht Schalke 04 mit viel Optimismus in das Achtelfinal-Rückspiel gegen Galatasaray Istanbul.

Ein Spieler des Gegners fiebert dem Duell auf Schalke besonders entgegen: der türkische Nationalspieler Hamit Altintop. Der 30-Jährige wurde in Gelsenkirchen geboren und begann seine Profi-Karriere 2003 bei Schalke. Insgesamt absolvierte er in vier Jahren 113 Bundesligaspiele für die Deutschen, bevor er Schalke 2007 verließ. Selbst seine Mutter Meyram wohnt nur rund sieben Kilometer von der Veltlins-Arena entfernt. Seit 2012 spielt Altintop für Galatasaray und zählt zu den Stützen des Teams. Doch Schalke hat er nie vergessen: „Gelsenkirchen ist meine Heimatstadt. Ich sehe viele Spiele von Schalke und weiß, was passiert.“

Nach dem Hinspiel in der Türkei, das mit 1:1 endete, muss Schalke wegen einer Gelbsperre ausgerechnet auf Torschützen Jones verzichten , der im Hinspiel einer der besten Schalker war. Noch schlimmer steht es um Goalgetter Klaas Jan Huntelaar. Der Niederländer zog sich am Wochenende einen Innenband-Teilabriss zu und wird den Gelsenkirchnern länger fehlen. Dennoch will Schalke offensiv agieren: „Wir werden nicht abwartend spielen und nicht den Fehler machen, uns hinten reinzustellen“, sagt Trainer Jens Keller.

Fuchs muss warten

Der Österreicher Christian Fuchs darf nicht unbedingt mit einem Einsatz rechnen. Zwar durfte er gegen Dortmund nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiern, für einen Startplatz dürfte es dennoch nicht reichen. Favorit für seine Position ist der deutsche U-20-Nationalspieler Sead Kolasinac, der zuletzt als Linksverteidiger einen guten Eindruck hinterlassen hat.