Sport | Fußball
17.01.2012

Ein Cup-Clasico als "Moralinjektion"

Am Mittwoch treffen Real und Barca im Cup aufeinander. Wie immer geht es um weit mehr als den Aufstieg.

Für Real Madrid bietet sich am Mittwoch (22.00 Uhr) die nächste Gelegenheit, sich langsam vom "Barcelona-Komplex" zu befreien. Der Rekordmeister könnte mit einem klaren Heimsieg gegen die Katalanen im Hinspiel des Cup-Viertelfinales die Basis für eine erfolgreiche Titelverteidigung legen und gleichzeitig im Kampf um den Meistertitel weiteres Selbstvertrauen tanken. Doch auch die in der Liga zurückliegenden Barcelona-Spieler hoffen auf den Sieg und die damit einhergehende "große Moralinjektion", wie Spielmacher Xavi es ausdrückte.

Der Vorsprung von Real auf den Erzrivalen fünf Punkte - allerdings nur deshalb, weil man sich gegen die "kleinen Teams" weit weniger Umfaller als Barca leistete. Das bisher letzte Meisterschaftsduell ging im Dezember im Bernabeu-Stadion mit 3:1 an Barcelona, außerdem setzten sich Lionel Messi und Co. im Vorjahr auch im Supercup und in der Champions League gegen die "Königlichen" durch und brachten es seit 2009 auf 13 Titel, während Real im gleichen Zeitraum gerade einmal einen Pokal ergatterte.

Pfiffe für Ronaldo

In den acht Clasicos unter Trainer Jose Mourinho reichte es für die Madrilenen bei vier Niederlagen und drei Remis nur zu einem Sieg gegen Barcelona: Im Cup-Finale der Vorsaison setzte sich Real mit 1:0 nach Verlängerung durch. Gold-Torschütze war damals Cristiano Ronaldo, der ansonsten ausgerechnet gegen die Katalanen oft von seiner Bestform weit entfernt ist.

Nach seinem schwachen Auftritt bei der jüngsten Niederlage gegen Barca gab es für den teuersten Spieler der Welt Pfiffe von den eigenen Fans, dennoch gab sich der Portugiese vor dem Mittwoch-Duell gelassen: "Ich setzte mich nicht unter Druck, sondern bereite mich auf dieses Match wie auf jedes andere vor - ich lache, mache ein paar Witze und höre House Music."