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Sport Fußball
07/31/2012

Djuricin nie mehr für Hertha

U-21-Teamstürmer Marco Djuricin wurde eine Zukunft in Berlin zugesichert. Nur vier Tage später ist er auf Klubsuche.

Das Fußball-Business ist schnelllebig geworden. Aber so schnelllebig? Innerhalb von nur vier Tagen ist eine für Marco Djuricin aufgebaute (Schein-)Welt zusammengebrochen. Österreichs U-21-Teamstürmer ist auf Klubsuche, sein Abschied aus Berlin und von Hertha BSC könnte sogar zum Fall für Juristen werden.

"Am Donnerstag hatte ich einen Termin mit Hertha-Manager Preetz. Austria-Vorstand Parits wollte die Konditionen für eine Verpflichtung von Marco wissen. Aber Preetz hat abgeblockt und versichert, dass er fix im Profikader von Hertha eingeplant sei", erzählt Djuricins Manager Alexander Sperr. Nach dem Wochenende war beim deutschen Zweitligisten plötzlich alles anders, der neue Trainer Luhukay wollte den Kader reduzieren: "Am Montag hat man mir gesagt, ich kann mir einen neuen Verein suchen. Bei diesem Klub sagt jeder etwas anderes. Das ist traurig", meint Djuricin.

Nicht einmal beim Profi-Training sollte der 19-jährige Ex-Rapidler, der sich nichts zu Schulden kommen ließ, am Dienstag erscheinen. Zum Fit-Halten sollten laut Klub die Amateure reichen. "Abgesehen davon, dass diese Vorgangsweise letztklassig ist, darf das die Hertha gar nicht. Marco hat einen Profi­vertrag. Wenn sie ihn nicht mittrainieren lassen, lösen wir den Vertrag auf und er wechselt ohne Ablöse", sagt Sperr, der ein entsprechendes Schreiben an die Berliner bei einem Juristen in Auftrag gegeben hat.

Über seine Zukunft sagt der Stürmer, der auch schon in der Bundesliga eingesetzt wurde: "Ich würde gerne in Deutschland bleiben." Auch ein Wechsel nach Österreich ist für den Wiener jedoch denkbar. Eines ist trotz seines Vertrages bis 2014 aber sicher: "Für Hertha spiele ich nie wieder."

Kein Interesse

Obwohl Parits sein Interesse mehrmals bei Sperr deponiert hat, ist eine Zukunft von Djuricin bei der Austria unwahrscheinlich. Denn Trainer Peter Stöger sucht zwar einen weiteren Stürmer, aber keine Speerspitze wie Djuricin, sondern einen Angreifer, der die Tiefe des Raumes sucht und auch über die Flügel ausweicht. "Mit Linz und Kienast haben wir zwei ähnliche Stürmer-Typen in unserem Kader." Und finanziell ist derzeit bei der Austria nur ein weiterer Transfer eingeplant. Dieser wird nicht Djuricin heißen.

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