Sport | Fußball
05.12.2011

Die zwei Gesichter von Manchester City

Die Liga dominiert die Millionentruppe nach Belieben, für Europa scheinen die Himmelblauen zu grün zu sein.

Die englische Premier League dominiert das Starensemble derzeit nach Belieben. In der Champions League droht dem reichsten Fußball-Klub der Welt nach dem 1:2 bei Napoli aber bereits in der Gruppenphase das Aus.

"Wenn wir den Aufstieg nicht schaffen, ist unser Leben nicht zu Ende", relativierte ManCity-Trainer Roberto Mancini.

Fast 700 Millionen Euro haben die neuen Besitzer aus Abu Dhabi seit ihrer Übernahme des Traditionsklubs im Jahr 2008 in die Mannschaft investiert.

International ist der Erfolg aber ausgeblieben. In der Vorsaison kam nach einer souveränen Gruppenphase u.a. gegen Salzburg bereits im Achtelfinale der Europa League gegen Dynamo Kiew das Aus.

Totalausfall Džeko,…

Nun muss der CL-Debütant zum Abschluss am 7. Dezember unbedingt zu Hause Gruppensieger Bayern München schlagen und auf einen Punkteverlust von Napoli beim punktelosen Schlusslicht Villarreal hoffen.

"Unser Ziel war die K.o.-Phase. Wir sind von einem anderen Team abhängig, aber im Fußball ist alles möglich", klammerte sich Mancini an einen kleinen Strohhalm.

Die Chancen bezifferte er allerdings nur noch mit "30 Prozent". In Neapel hatte der 46-Jährige auf Edin Džeko und Mario Balotelli als durchschlagskräftiges Sturmduo gesetzt. Während dem von einer Krankheit geschwächten Balotelli zumindest der Ausgleich gelang (33.), blieb Džeko völlig wirkungslos.

…überragender Cavani

Die neuen, in der Liga überzeugenden Kreativkräfte Sergio Agüero und Samir Nasri brachte Mancini erst in der Schlussphase.

Zum Matchwinner für Napoli avancierte Edinson Cavani, der beide Tore erzielte (17., 49.). Der Uruguayer war in der Vorsaison explodiert, hatte mit 26 Ligatoren maßgeblichen Anteil an Platz drei und der erstmaligen Qualifikation für die Königsklasse. Dort hält der 24-Jährige, der ob seiner physischen Präsenz "El Matador" genannt wird, in der laufenden Spielzeit bei vier Treffern.

Mit schnellen Kontern sorgten Cavani und seine Offensivkollegen Marek Hamsik und Ezequiel Lavezzi immer wieder für Unruhe in der City-Hintermannschaft.

"Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Selbstvertrauen haben wir bekommen", analysierte Napoli-Coach Walter Mazzarri. "Es war eine unglaubliche Leistung."

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