Die Austria erwarten turbulente Tage

Interessanter Mann: Zlatko Junuzovic (links) steht bei der Austria nur noch ein Jahr unter Vertrag.
Foto: reuters

Personell kann sich bei der Austria im August noch einiges tun. Junuzovic steht weiter im Blickpunkt einiger Klubs.

Nicht nur Fußballer denken von Spiel zu Spiel. Auch die Vereinsfunktionäre müssen mittlerweile die unsägliche Floskel bemühen, denn viel zu schnelllebig ist das Fußballgeschäft geworden. Nach dem Derbysieg gegen Rapid und dem Europacup-Auftritt in Rumänien liegt in der kommenden Woche der Fokus schon wieder auf der Transferpolitik.

Bis 31. August können national sowie auch international noch Transfers abgewickelt werden. Austria-Manager Markus Kraetschmer rechnet jedenfalls mit turbulenten Tagen und wenig Schlaf. "Weil jederzeit etwas passieren kann. Gerüchte kursieren derzeit ja genügend." Und die belasten das Nervenkostüm. "Nehmen wir den Transfer von Aleksandar Dragovic nach Basel. Der ist auch erst knapp vor Ende der Übertrittszeit fixiert worden. Daher muss man immer vorbereitet sein."

Optionen

Das begehrteste violette Subjekt ist und bleibt Zlatko Junuzovic, auch wenn er die Gerüchte um seine Person schon nicht mehr hören kann und gar nicht kommentieren will. Er steht in regelmäßigem Kontakt mit seinem Manager Jürgen Werner. Zwei Optionen könnten in der nächsten Woche in Deutschland und Spanien doch noch konkret werden. In einem Fall würde er dann eine deutsche Traditionsautomarke als Dienstwagen fahren.

Kraetschmer: "Die Austria kommentiert das alles erst, wenn ein Angebot auf dem Tisch liegt." Zwei Millionen Euro wünschen sich die Veilchen beim Abgang ihres Primgeigers. Eine Summe, die aufgrund des auslaufenden Vertrags von Junuzovic wohl kaum bezahlt wird. Da der Teamspieler im Sommer 2012 ohnehin kostenlos frei ist, könnte sich ein Verein mit einem Vorvertrag dessen Dienste vorzeitig sichern.

Gerüchte

Das Interesse des 1. FC Köln an Goalgetter Roland Linz, der vor wenigen Wochen bei Aris Saloniki auf der Wunschliste gestanden ist, ist dafür nur ein Gerücht. Linz nimmt es mit Humor: "Mein Lieblingstier ist der Geißbock Hennes", meinte er in Cluj mit einem breiten Grinsen in Anspielung auf das Maskottchen der Kölner. Die Freude von Trainer Karl Daxbacher über diverse Wechselgerüchte um seine Spieler hält sich freilich in Grenzen: "Weil sie auf Dauer doch störend sind."

AG-Vorstand Thomas Parits lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. "Selbst in meinem Urlaub rufen mich täglich bis zu 15 Manager an. Wenn der Markt sich bewegt, muss man handeln."

(kurier / Alexander Strecha aus Cluj) Erstellt am
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