Die Admira macht aus der Not eine Jugend

APA/HERBERT P. OCZERETAPA4709628 - 23072011 - MARIA ENZERSDORF - ÖSTERREICH: (v.l.) Gernot Plassnegger (FC Trenkwalder Admira) und Markus Felfernig (Kapfenberger SV 1919) im Rahmen der tipp3-Bundesligabegegnung zwischen FC Trenkwalder Admira und Kapfenber
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET Der Letzte seiner Art: Gernot Plassnegger, Stamm-Verteidiger

Acht Spieler fehlen im Spiel gegen Spitzenreiter Salzburg. Erneut sind beim Aufsteiger die Jungen gefordert.

Wadenbeinruch, Hexenschuss, entzündetes Kniegelenk, Bandscheibenprobleme, Muskelfaserriss, Probleme mit den Adduktoren. Was sich wie das Arbeitsprotokoll eines Unfallarztes liest, ist in Wahrheit die Krankenakte bei Aufsteiger Admira vor dem Heimspiel am Samstag gegen Tabellenführer und Titelfavorit Salzburg (18.30 Uhr).

Da auch noch zwei Verteidiger wegen Sperren ausfallen, steht Admira-Trainer Dietmar Kühbauer mit dem seit Freitag 34 Jahre alten Gernot Plassnegger nur ein Abwehrspieler aus seiner Stammformation zur Verfügung. "Wir stehen ohnehin für den jungen Weg, dieses Mal eben gleich ein wenig radikaler", sagt Kühbauer. Der Burgenländer musste gleich mehrere Spieler der Amateurmannschaft in den Kader für das Match mit dem Ligakrösus einberufen. Mit einem Bundesliga-Debüt spekulieren dürfen Thomas Weber, Martin Steiner und Thomas Ebner – keiner älter als 20. "Der Plan ist natürlich schon, den Jungen eine Perspektive in der Kampfmannschaft aufzuzeigen, aber sie dennoch behutsam heranzuführen", betont Kühbauer. Der Sprung sei für den einen oder anderen jetzt doch unerwartet schnell gekommen.

Letzte Woche noch beim 1:4 in der Regionalliga in Neusiedl die löchrige Abwehr organisiert, wartet auf die Debütanten am Samstag das Laufduell mit Salzburgs Ex-Barcelona-Stürmer Jonathan Soriano. Zumindest die langen Beine von Stefan Maierhofer erspart sich die junge Garde. Der Mittelstürmer muss im letzten Spiel des dritten Saisonviertels eine Sperre absitzen.

Aufholjagd

Streng nach der Tabelle sollte für die Salzburger wieder alles im Lot sein: Aus dem Vier-Punkte-Rückstand zur Winterpause sind zwei Zähler Vorsprung geworden. Gepfiffen wurde dennoch eifrig von den Rängen. Grund war die matte spielerische Darbietung beim 2:1-Sieg gegen Wr. Neustadt. "Wir können besser und schöner spielen", sagt Verteidiger Christian Schwegler, "mit den Ergebnissen kommt auch das Selbstvertrauen zurück."

Mehr zum Thema

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?