Khedira am Boden.

© Reuters/ALESSANDRO GAROFALO

Verletzung
11/16/2013

DFB-Schock: Khedira erleidet Kreuzbandriss

Real-Madrid-Legionär Sami Khedira verletzte sich im Spiel gegen Italien schwer und ist für die WM fraglich.

Das 1:1 im Test-Schlager gegen Italien ist Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft am Freitag teuer zu stehen gekommen. Mittelfeldspieler Sami Khedira erlitt einen Innenbandriss und Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie und könnte damit erst knapp vor der Weltmeisterschaft 2014 wieder fit sein. "Das ist ein bitterer Rückschlag für Sami und uns alle", erklärte Teamchef Joachim Löw.

"Sami muss operativ behandelt werden, wir haben die Hoffnung, dass er zu Beginn der WM wieder gesund ist", erklärte DFB-Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth. Bei einem Kreuzbandriss geht man von einer Pause von rund sechs Monaten aus. In sieben Monaten startet die Fußball-WM in Brasilien.

Gelungener Test

Mit dem Auftritt seines Teams zeigte sich Löw aber zufrieden. "Wir haben eine sehr gute kämpferische Leistung abgerufen", bilanzierte der ehemalige Austria- und Tirol-Trainer sein Länderspiel-Jubiläum (100). Ähnlich sah es Goalie Manuel Neuer. "Wir haben hier in Mailand bestanden. Wir haben clever agiert, haben uns nicht locken lassen von den Italienern und waren die bessere Mannschaft", urteilte einer von sechs Bayern-Kickern in der Startelf.

Kapitän Philipp Lahm, der wie bei den Bayern im defensiven Mittelfeld und nicht als Außenverteidiger agierte, trauerte angesichts von drei Aluminium-Treffern gar einem vergebenen Sieg nach. "Das Spiel hätten wir hier heute locker gewinnen können", sagte der Kapitän nach seinem 104. Länderspiel, mit dem er Franz Beckenbauer übertraf. Rekordhalter ist Lothar Matthäus mit 150 Partien.

Schlagerspiel

Am Dienstag kommt es für die Deutschen in Wembley gegen England zum nächsten Schlager. "Das Spiel gegen England ist für uns eine der letzten Gelegenheiten vor der Weltmeisterschaft, taktisch und personell noch einige Varianten zu testen", erklärte Löw. Statt der Stammkräfte Lahm, Neuer und Mesut Özil will der DFB-Chefcoach "anderen Spielern auf Schlüsselpositionen gerade gegen eine große Mannschaft wie England eine Bewährungschance geben".

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