Sport | Fußball
02.02.2018

Stögers Köln-Rückkehr wird ein Spiel mit Emotionen

Spektakel rund um das Gastspiel des BVB in Köln. Peter Stöger traf im Vorfeld Matthias Sammer.

Es ist freilich ein gefundenes Fressen, das die Medien sättigt. Peter Stöger kehrt am Freitag mit Dortmund zurück nach Köln (20.30 Uhr/live Eurosport). Dorthin, wo er viereinhalb Jahre großteils sehr erfolgreich als Trainer tätig war und wo er noch eine Wohnung hat. Eurosport, das das Wiedersehen live überträgt, bat sogar Europameister Matthias Sammer und Peter Stöger vorab zum Plausch an einen Tisch. Das Gespräch wird ab 19.00 Uhr die Ouvertüre zum Fußballabend sein.

Stöger erklärt dabei der Stadt Köln noch einmal seine Zuneigung. "Ich habe ja noch eine Wohnung dort und werde immer wieder zurückkommen. Köln bleibt ewig ein Fixpunkt in meinem Leben." Und natürlich sei das alles andere als ein normales Spiel, gibt Stöger die emotionale Komponente zu. "Ich weiß selbst nicht, wie ich mich fühlen und mit der Situation umgehen soll." Sein Assistent Manfred Schmid versichert jedoch, "dass der Druck für uns als Trainerteam überschaubar und auszuhalten" ist.

Und Eurosport-Experte Matthias Sammer stellte in dem tiefgründigen Gespräch mit Stöger die Frage: "Wie sehr kann Peter Stöger in der aktuellen Situationen eigentlich Peter Stöger sein?"

Sportlich lastet der Druck auf den Dortmundern, die im Jahr 2018 nur drei Unentschieden erreicht haben und endlich den ersten Sieg feiern wollen. Auch oder vor allem, weil Stürmerstar Aubameyang endlich den Wechsel zum FC Arsenal vollzogen hat.

Kritische Worte

Rational und nicht emotional blockt Köln-Sportchef Armin Veh dem Duell mit Ex-Trainer Stöger entgegen – und erneuerte seine Kritik am Wiener: Sollte der aktuelle Tabellenletzte am Saisonende in die 2. Liga müssen, sei das zu einem guten Teil die Schuld des Ex-Trainers. Stögers Amtszeit sei sehr erfolgreich gewesen, sagte Veh im Kicker: "Das war alles gut. Das letzte Halbjahr aber eben nicht. Dieses halbe Jahr wird, wenn wir absteigen, der Grund dafür sein." Im Kölner Stadt-Anzeiger erklärte Veh: "Ich trete nicht nach. Es geht um Fakten."

Von den Kölner Fans wird Stöger mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend positiv empfangen. Dennoch möchte der BVB-Coach die drei Punkte ins nahe gelegene Dortmund entführen, zumal er den Klub in die Champions League führen will.