Sport | Fußball
09.06.2017

Schalke beurlaubt Weinzierl - Tedesco Nachfolger

Schalke holt einen Shootingstar im Trainergeschäft. Erfolgstrainer Nagelsmann bleibt bis 2021 in Hoffenheim im Amt.

Der deutsche Bundesligist Schalke 04 hat sich nach nur einer Saison von Trainer Markus Weinzierl getrennt. Nachfolger wird Domenico Tedesco vom Zweitligisten Erzgebirge Aue. Das teilte der Revierklub, bei dem mit Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf auch zwei ÖFB-Teamspieler unter Vertrag stehen, am Freitag mit. Der 31-Jährige erhielt einen Zweijahresvertrag.

Weinzierl war im vergangenen Sommer für drei Millionen Euro von Augsburg gekommen. Mit Platz zehn konnte er die Erwartungen in Gelsenkirchen nicht erfüllen. "Wir haben die gesamte Saison auf den Prüfstand gestellt, um die Basis für eine möglichst erfolgreiche kommende Saison zu legen. Das Ergebnis unserer Überlegungen ist, dass wir Veränderungen vornehmen müssen, um die von uns gewollte Entwicklung vorantreiben zu können", erklärte Sport-Vorstand Christian Heidel.

Der erst 31-jährige Tedesco rettete Aue vor dem Abstieg. Der Deutsch-Italiener gilt als Senkrechtstarter, erst Anfang März war er beim Zweitligisten vorgestellt worden. Davor hatte Tedesco verschiedene Jugendmannschaften beim VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim betreut. "Domenico Tedesco verfügt zwar noch nicht über viel Erfahrung im Profibereich, aber er hat uns in den Gesprächen überzeugt, wie er die sportliche Zukunft bei Schalke 04 mitgestalten will", sagte Heidel. Man setze wie viele andere Vereine auf einen "jungen und besonders innovativen" Trainer.

Hoffenheim bindet Nagelsmann

Liga-Konkurrent 1899 Hoffenheim hat indes die Verträge mit seinem Erfolgstrainer Julian Nagelsmann und Sportdirektor Alexander Rosen vorzeitig um mehrere Jahre verlängert. Nagelsmann unterschrieb einen neuen Kontrakt, der bis 2021 gültig ist. Rosen band sich bis 2020 an die TSG. Beide Personalien gab der Verein am Freitagvormittag bekannt.

"Ich verspüre große Lust und Vorfreude auf die bevorstehenden Herausforderungen", sagte 29-jährige Nagelsmann, der die Hoffenheimer im Februar 2016 als jüngster Trainer der Bundesliga-Geschichte auf dem vorletzten Tabellenplatz übernommen hatte und dann in der abgelaufenen Saison in die Champions-League-Qualifikation führte.

Es ist nämlich so.

Michael Fleischhacker | über Zusammenhänge