Hängende Köpfe: Borussia Dortmund steckt im Schlamassel.

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Deutsche Bundesliga
12/17/2014

Dortmunds Angst vor der Winterdepression

Der Vizemeister könnte in der Abstiegszone überwintern. Trainer Jürgen Klopp will "alles auf den Prüfstand stellen".

Bei Borussia Dortmund geht die Angst um. Nur ein Heimsieg am Mittwochabend (20.00 Uhr) über Wolfsburg kann den auf Tabellenplatz 16 abgestürzten deutschen Vizemeister vor einer monatelangen Winterdepression bewahren. Danach steht noch am Samstag die Partie in Bremen auf dem Programm, ehe in der Weihnachtspause laut Trainer Jürgen Klopp "alles auf den Prüfstand" gestellt werden soll.

"Wir sind uns der Wichtigkeit der letzten Fußball-Woche des Jahres 2014 bewusst. Sie muss ein Geschenk für den Verein und die Fans werden", sagte Klopp voller Hoffnung auf ein Ende der denkwürdigen Talfahrt. Das drohende Szenario, auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen, trübt die BVB-Vorfreude auf die Weihnachtstage.

Heimsiege über Mönchengladbach und Hoffenheim hatten zuletzt Hoffnungen auf eine Trendwende geschürt. Doch mit leb- und konzeptlosen Auftritten in Paderborn, Frankfurt und Berlin brachte sich der Tabellen-16. um die Chance, der Abstiegszone zu entkommen. Deshalb steht Dortmund im Duell mit dem Zweiten aus Wolfsburg erneut massiv unter Druck. Klopp ist guter Dinge, dass seine Profis mehr bieten als zuletzt beim 0:1 in Berlin: "Unser Auftrag ist es, das Maximale herauszuholen. Und ich kann versprechen, dass wir uns total einsetzen werden."

Aufmunternde Worte von Experten, dass der BVB-Kader eigentlich über zu viel Qualität für einen dauerhaften Verbleib im Tabellenkeller verfügt, mag in Dortmund niemand mehr hören. Allein die nackten Zahlen offenbaren, dass aus der einstigen Top-Truppe ein echter Abstiegskandidat geworden ist. Neun Niederlagen nach 15 Partien gab es für den BVB zuletzt in der Saison 1984/85. In sechs Spielen blieb Dortmund ohne eigenen Treffer. Nur der Hamburger SV erzielte weniger Tore. Zudem schwinden in bedenklicher Regelmäßigkeit nach der Pause die Kräfte. In einer Tabelle der zweiten Hälfte wäre die Borussia Schlusslicht.

Wirkungslose Maßnahmen

Das sind nicht die einzigen Alarmsignale. Viele Versuche des Trainers, die Talfahrt zu stoppen, blieben wirkungslos. Die Degradierung des bisherigen Stammtorhüters Roman Weidenfeller oder die Verbannung von Weltmeister Kevin Großkreutz am vorigen Wochenende auf die Tribüne sorgten zwar für reichlich Gesprächsstoff, aber nicht für einen Aufwärtstrend.

Nicht zuletzt deshalb sehnen alle Borussen die Winterpause herbei. Die Aussicht auf ein Comeback derzeit verletzter Stars wie Marco Reus, Henrich Mchitarjan und Sokratis lässt auf bessere Zeiten hoffen. Doch damit dürften die Probleme nach Einschätzung von Klopp nicht behoben sein: "Es wird sich nicht alles von allein regeln lassen durch die Winterpause. Bei uns steht alles auf dem Prüfstand."

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