Sport | Fußball
08.04.2017

Die Wochen der Wahrheit für Bayern und Dortmund

Mit dem direkten Duell wird die heiße Phase eröffnet. Nach dem Viertelfinale der Champions League stehen sich die Rivalen auch noch im DFB-Pokal gegenüber.

David Alaba ist eine ehrliche Haut. Er sagt es frei heraus, dass es schon einmal Duelle zwischen Bayern München und Borussia Dortmund gegeben hat, die mehr Brisanz und Spannung hatten. "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass wir Real nicht schon im Hinterkopf hätten", gesteht der österreichische Teamkapitän.

Real Madrid im Viertelfinale der Champions League – das ist die wahre Herausforderung für den deutschen Rekordchampion, der auf dem Weg zum 27. Meistertitel im Grunde nicht mehr zu stoppen ist. Das heutige Kräftemessen mit Dortmund, dem größten Rivalen der vergangenen Jahre, verkommt daher zu einem prestigeträchtigen Probegalopp für das Hinspiel gegen Real Madrid am Mittwoch.

Pause für Neuer

Zumal auch der Gegner den Fokus auf die Aufgaben der kommenden Wochen richtet. Borussia Dortmund ist ebenfalls noch in der Champions League am Ball, in der am Dienstag AS Monaco wartet. Dortmund-Trainer Thomas Tuchel hat jedenfalls bereits angekündigt, bei seiner Personalauswahl heute auf das Match gegen Monaco Rücksicht zu nehmen. "Erst im Pokal-Semifinale werden beide Mannschaften die Karten auf den Tisch legen."

Das Duell Bayern gegen Dortmund gibt’s nämlich auch noch im DFB-Pokal-Semifinale (26. April). Und auch ein Aufeinandertreffen in der Champions League ist nicht ausgeschlossen.

Die Bayern schonen heute jedenfalls Manuel Neuer, der nach einem kleinen Eingriff am Fußgelenk gestern wieder das Training aufnahm. "Aber ich will kein Risiko eingehen. Er spielt gegen Real", erklärt Bayern-Trainer Carlo Ancelotti, der in diesen Wochen der Wahrheit ganz in seinem Element ist.

Der Italiener ist ja mit dem Auftrag angetreten, es anders zu machen als Pep Guardiola. Unter seinem Vorgänger hatten die Bayern fast die ganze Saison über geglänzt, aber in den entscheidenden Partien im Frühjahr war ihnen noch immer der Saft ausgegangen. Ancelotti hatte nach schwächeren Auftritten in der Hinrunde immer darauf verwiesen, die Mannschaft müsse im Frühling perfekt funktionieren, wenn die Trophäen und Titel auf dem Spiel stehen.

Rekord von Stöger

Neben BayernDortmund (18.30 Uhr, live Sky) erlebt die Bundesliga heute einen weiteren Klassiker. Peter Stöger empfängt mit Köln im Rheinderby den Rivalen aus Mönchengladbach.

Mit diesem Match geht der Wiener in die Geschichtsbücher des Traditionsvereins ein. Der 50-Jährige sitzt nun zum 130-mal in Folge in der Liga auf der Kölner Bank. Damit hat Stöger die Bestmarke von Hennes Weisweiler eingestellt.