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Deutsche Bundesliga
05/11/2014

Coach Tuchel verlässt Mainz

Eine Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Verein wird der Klub aber nicht erteilen.

Der deutsche Bundesligist Mainz 05 sieht die Zusammenarbeit mit Trainer Tuchel nach Angaben von Manager Christian Heidel "Stand heute" als beendet an. Das erklärte Heidel am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Der 40-jährige Tuchel hatte den Klub von Julian Baumgartlinger um vorzeitige Vertragsauflösung gebeten. "Wir können ihn nicht in Handschellen herführen", merkte Heidel lapidar an.

Tuchel, der den Verein in der abgelaufenen Saison auf einen Europa-League-Platz führte, stellte in einem schriftlichen Statement klar, dass es für ihn kein Zurück gebe. Er vertraue "meiner Überzeugung und meinem Bauchgefühl als Trainer, dass ich den nächsten Entwicklungsschritt meiner Mannschaft nicht begleiten kann".

Der Verein sei über die im Herbst getroffene Entscheidung seit Jänner informiert. Tuchel bedauerte, dass es zu keiner einvernehmlichen Lösung gekommen sei und drückte seine Hoffnung auf eine zeitnahe Einigung aus.

Keine Freigabe

Eine Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Verein werde Mainz aber niemals erteilen. "Verträge werden bei Mainz immer eingehalten. Ein Wechsel ohne die Zustimmung von Mainz ist nicht möglich. Das wird auch so bleiben", betonte Heidel. Zu rechtlichen Konsequenzen des Falles könne er nichts sagen, "weil dies ein Novum ist".

Der Manager verhehlte nicht, dass es in den vergangenen Monaten zu einigen Verwerfungen gekommen sei. Tuchel hatte wohl im Jänner mit Schalke 04 einen unterschriftsreifen Vertrag ab dem 1. Juli ausgehandelt. Als Heidel davon erfuhr, intervenierte er bei seinem Kollegen Horst Heldt. "Ich habe ihm gesagt, dafür gibt es keine Chance", berichtete er am Sonntag.

Auch mit Bayer Leverkusen soll Tuchel in Kontakt gestanden haben, bevor der Werksklub Roger Schmidt aus Salzburg verpflichtete. Trotz dieses Vertrauensbruchs kam Heidel kein böses Wort über die Lippen. "Wenn jemand hinter dem Rücken verhandelt, erfreut uns das nicht. Aber wir hatten ein sehr langes Gespräch darüber und haben ihm weiter vertraut", sagte Heidel und fügte hinzu: "Wir wollen überhaupt keinen Stress und Streit mit ihm. Es gibt keinen Grund, sich zu fetzen."

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