Sport | Fußball 05.12.2011

Daxbacher: "Cleverer und reifer"

Die Stimmen zu den Bundesligapartien vom Sonntag

Rapid - Austria
Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Es sollte natürlich auch einmal ein Ball ins Tor gehen. Die Austria hat die Chancen genützt, und danach war es ein eindeutiger Sieg der Austria. Nach dem 3:0 war es eine sehr einseitige Partie. Die Austria ist voller Selbstvertrauen, das sieht man. Meine Spieler haben dieses Selbstvertrauen derzeit nicht. Wir müssen noch viel arbeiten und haben heute sicher viel gelernt."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wenn man ein Derby so verliert wie heute, dann sitzt der Stachel schon sehr tief. Das ist sehr traurig. Wir haben uns vor allem am Schluss in einer Art und Weise präsentiert, wie es uns einfach nicht passieren darf. So ein Foul wie von Prokopic darf man nicht machen. Die Austria hat offensiv wirklich sehr gut gespielt. Aber auch wir hatten unsere Möglichkeiten."

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Zu Beginn war es ein ausgeglichenes Spiel. Wir waren in den entscheidenden Phasen cleverer und reifer. Mit einem 3:0 im Rücken war es dann nicht mehr schwierig. Jetzt sind wir natürlich alle happy, ein 3:0-Sieg im Derby ist schon etwas ganz Besonderes. Es ist ja bekannt, dass es meine Spielphilosophie ist, mit wenigen Ballkontakten auszukommen. Wenn es funktioniert, freut man sich natürlich. Aber wir dürfen nicht abheben, wir müssen weitermachen und uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren."

Zlatko Junuzovic (Austria-Torschütze zum 2:0): "Es war großartig. Dieser Sieg ist wichtig für den gesamten Verein. Es macht uns einfach Riesenfreude momentan. Wir spielen einen Offensivfußball, wie er uns taugt. Es passt von vorne bis hinten. Rapid hatte auch Chancen, hat sie aber nicht genützt."

Mattersburg - Ried
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir waren viel zu inaktiv. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel nie kontrolliert, haben die Bälle nicht halten können. Ich habe in der Kabine heute nichts analysiert, weil sonst wäre es zu einem Rundumschlag gekommen. Unser Verhalten war heute nicht bundesliga-reif, die Gegentore waren Geschenke. Wir sind selbst schuld an der Niederlage."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Physisch ist es schwer zu erklären, dass wir in der zweiten Hälfte noch zusetzen konnten. Der SV Mattersburg ist immer schwer zu biegen, sie sorgen immer für Gefahr, vor allem bei Standards. Wir haben heute verdient gewonnen, es hätte aber vor der Pause auch 0:2 stehen können. Heute war der permanente Wille da, man muss den inneren Schweinhund immer in Griff bekommen."

Salzburg - Sturm Graz
Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Nach allem, was passiert ist, bin ich extrem glücklich über den Punkt. Wir haben leider zu spät angefangen daran zu glauben, dass alles möglich ist. Alle müssen hundert Prozent geben und Leidenschaft zeigen. Und das hat mir heute phasenweise gefehlt."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wenn man 1:0 führt, die Riesenchance durch Haas aufs 2:0 nicht nützt und dann so ein dummes Gegentor kassiert, dann kann man nicht zufrieden sein. Sekagya hätte die Rote Karte sehen müssen, bei Haas war es keine Rote Karte. Beim Ausgleich hat sich unsere Mauer aufgelöst und genau die Schusslinie aufgemacht, das darf nicht passieren. Ansonsten hat sich meine Mannschaft taktisch hervorragend präsentiert, Salzburg hatte keine echte Torchance."

Sturm-Torschütze Roman Kienast ist nach einem Schlag auf den Mittelfußknochen angeschlagen. "Momentan kann ich nicht richtig auftreten. Ich hoffe, dass es bis Mittwoch funktionieren wird", meinte Kienast.

Erstellt am 05.12.2011