Weiter geht’s: Nach dem Aus gegen Donezk wollen
Sonnleitner (li.) und Pavelic mit Rapid die Europa League rocken.

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Fußball
08/28/2015

"Da ist für Rapid etwas drinnen"

Der Verein setzt sich den zweiten Platz und den Aufstieg in der Europa League zum Ziel.

von Alexander Huber

Schalke wäre schon schön gewesen“, seufzte Andreas Müller, der mit dem deutschen Traditionsklub den Europacup gewonnen hat und später auch Sportdirektor in Gelsenkirchen war.

Doch das Los brachte in Monaco keinen ganz großen Namen, dafür aber eine spannende Gruppe bei der fünften Teilnahme an der Europa League. „Villarreal ist ein europäischer Spitzenklub. Die Spanier stehen klar über uns“, erkennt Trainer Zoran Barisic. „Dann kommen aber drei Vereine auf Augenhöhe. Da ist etwas für uns drinnen“, ergänzt Mario Sonnleitner.

Sowohl aus Topf zwei als auch aus dem vierten hätte es schlimmer kommen können als mit Viktoria Pilsen und Dinamo Minsk. Top-Teams wie Liverpool oder Lazio Rom aus Topf zwei zeigen den massiven Qualitätszuwachs in der aktuellen Europa League.

Auffällig ist der doppelte Bezug zu Salzburg: Villarreal (im Februar) und Minsk (Donnerstagnacht) haben die Bullen zuletzt aus dem Europacup verabschiedet. „Wir werden aber niemanden rächen. Solche Wörter mag ich nicht“, hält Barisic fest. Und zum Dasein als letzter, grüner Strohhalm für die rot-weiß-rote Europacupbilanz meint der Chefcoach: „Das ändert nichts. Druck haben wir bei Rapid sowieso immer.“

Dreierabos

Die Hütteldorfer werden für die letzte Gruppenphase im Happel-Stadion vor dem Umzug in das Allianz-Stadion noch einmal Dreierabos auflegen. „Der ganze Verein hätte es sich verdient, dass es im Prater ausverkaufte Spiele gibt“, hofft Barisic. Kurioserweise passen in das Happel-Stadion mehr Fans als bei allen drei Gegnern zusammen.

Villarreal – genannt „submarino amarillo“ (gelbes U-Boot) – ist zwar ein Dauergast im Europacup, bringt aber nur 25.000 Fans unter. Pilsen hat ein kleines, feines Stadion mit 11.000 Plätzen gebaut – für Rapid bleiben da nur 550 Karten, auch wenn viel mehr nach Tschechien reisen möchten. Und falls Minsk wieder in Brest im Westen von Weißrussland spielen muss, werden nur 10.000 zuschauen können.

Los geht’s mit dem Heimspiel gegen Favorit Villarreal mit Stürmerstar Soldado am 17. September, das finale Gruppenspiel steigt am 10. Dezember in Wien gegen die Weißrussen. Dazwischen wartet die vermutlich entscheidende Doppelrunde gegen Tschechiens Meister: Pilsen ist in der Champions League knapp an Maccabi Tel Aviv gescheitert, hat aber Novi Sad im Play-off der Europa League dominiert (Gesamtscore: 5:0). „Pilsen hat mehr internationale Erfahrung als wir und in der Champions League zuletzt zwei Mal eine ordentliche Rolle gespielt“, sieht Barisic Rapid als leichten Außenseiter.

Doch die Spieler haben sich nach der Enttäuschung gegen Donezk schon eingeschworen: Platz zwei und damit das erstmalige Überwintern in der Europa League wurde als Ziel ausgegeben.

Alltag mit Mattersburg

Heute ab 18.30 Uhr steht zwischen der ganzen Aufregung am Transfermarkt und um den Europacup der Bundesliga-Alltag auf dem Programm: Aufsteiger Mattersburg ist zu Gast. „Wir haben die Trauertage von Lwiw hinter uns und sind bisher immer einmal öfter aufgestanden als hingefallen“, sagt Barisic, der die Bedeutung des Mattersburg-Spiels betont: „Die Liga ist am allerallerwichtigsten.“

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