Gerald Baumgartner hat noch nie ein Cup-Spiel verloren.

© DIENER / Eva Manhart

Cup-Semifinale
05/07/2014

Ein Spiel mit hohem Einsatz

SKN St. Pölten gegen Sturm wird zum Trainer-Duell der amtierenden Cupsieger.

Spannung verspricht das Cup-Semifinale SKN St. Pölten gegen Sturm in der ausverkauften NV-Arena (20.30 Uhr, ORFeins live). Natürlich sind die Grazer gegen den Zweitligisten der klare Favorit. Doch für St. Pölten spricht – neben dem Heimvorteil vor 8000 Zuschauern – überraschend viel.
Zum einen gibt es die außergewöhnliche Serie von SKN-Trainer Gerald Baumgartner: Der frühere Pasching-Coach hat noch nie ein Cupspiel verloren und hält bei 13 Siegen in Folge. Außerdem ist er seit seinem Wechsel nach Niederösterreich im September 2013 in der NV-Arena noch unbesiegt – das sind immerhin auch schon elf Partien.

Auf der Trainerbank kommt es zum direkten Duell der amtierenden Cupsieger – wobei der Pokal-Erfolg von Sturm-Trainer Darko Milanic mit seinem Ex-Klub Maribor in Slowenien weniger überraschend war als jener von Baumgartner mit dem Drittligisten Pasching. „Unser Ziel ist ganz klar das Finale. Die Statistik zählt aber nicht“, sagt Baumgartner, der auf eine umso genauere Gegneranalyse setzt und am Dienstag noch Videosequenzen vom 1:2 der Grazer gegen Wiener Neustadt für die eigenen Spieler vorbereitete: „Wir haben im Sturm-Spiel einiges erkannt. Wir müssen aber über uns hinauswachsen, um die höhere Qualität der Einzelspieler ausgleichen zu können.“ Fehlen wird der verletzte Goalie Riegler.

Für St. Pölten steht nicht nur die mögliche Premiere im Europacup auf dem Spiel. Mit einem Sieg – und den folgenden Prämien – wären auf einen Schlag auch die angekündigten Einsparungen obsolet. Baumgartners Motto: „Wir können gewinnen – Sturm muss.“
Milanic strebt gar schon seinen siebenten Cup-Titel an. Als Trainer jubelte er mit Maribor 2010, 2012 und 2013, als Sturm-Verteidiger 1996, 1997 und 1999.

Nach den großen Ambitionen beim Amtsantritt von Milanic und der zwischenzeitlichen Gefahr, in den Abstiegskampf verwickelt zu werden, ist der Cup mittlerweile zur letzten Chance auf die Rettung der Saison geworden. Auch wenn man bei der Generalprobe daheim gegen Wiener Neustadt verloren hat und dabei müde und leer wirkte. „Wir werden am Mittwoch mit mehr Leidenschaft auftreten“, verspricht Flügelspieler Patrick Wolf, der Sturm verlassen wird.

Finanzspritze

Für die finanziell etwas angeschlagenen Grazer wäre der Platz im internationalen Geschäft unbezahlbar, zumal nach schlechten Leistungen der Zuschauerschnitt in dieser Saison stark zurückging. Vor allem, weil neuerlich auf dem Spielersektor ein Schnitt gemacht wird. Spieler wie Weber, Dudic, Hölzl (Angebot von Innsbruck) und eben Wolf verlassen den Klub, bei einigen anderen ist die Zukunft noch offen. Spielt Sturm in der Europa-League-Qualifikation, sind die Möglichkeiten, Leistungsträger wie Vujadinovic oder Madl (flirtet mit der Austria) zu halten, ungleich größer. Andererseits können Spieler geholt werden, wie der Ukrainer Tkatschuk oder der von der Austria verabschiedete Ex-Sturm-Spieler Stankovic.

Horn gegen Goliath

Ein klassisches Duell David gegen Goliath ist ab 18 Uhr (ATV live) in Horn gegen Salzburg zu erwarten. Der Meister nimmt den Zweitligisten ernst, um nicht wieder eine Blamage wie vor einem Jahr gegen Pasching zu erleiden. Mit dem Rekordbesuch von 5700 Fans im Rücken haben die Waldviertler aber durchaus Hoffnung.

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