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Cup-Zittersieg
10/31/2012

Cup: Nur Rapid musste zittern

Die Hütteldorfer müssen gegen Altach in die Verlängerung. Die Austria und Salzburg haben weniger Mühe.

Der ÖFB-Cup zieht nicht einmal in Hütteldorf. Nur 3300 Zuschauer sahen das Achtelfinale gegen Altach – ein Minusrekord, seit das Hanappi-Stadion komplett überdacht ist. Bescheiden war auch die Leistung der Rapidler, die sich erst nach 120 Minuten gegen den Zweitligisten durchsetzten.

Rapid-Trainer Peter Schöttel war dementsprechend sauer: "Unerklärlich, dass wir nach der frühen Führung nachlässig werden. Wir haben mehr Spiele als die Konkurrenz. Aber anstatt schlau zu spielen, gibt es als Highlight in englischen Wochen auch noch eine Verlängerung."

Nach nur fünf Minuten hatte Sonnleitner das 1:0 erzielt. Aus einem Corner von Prokopic, der sein Comeback bei den Profis gab. Dem Spiel – und vor allem den Hütteldorfern – tat das 1:0 aber nicht gut. Altach achtete auch danach fast nur auf die Defensive, Rapid schaltete zurück. Im Vergleich zum 2:0 gegen Salzburg fehlte es an Tempo, Präzision und Aggressivität.

Beim ersten gefährlichen Angriff der Vorarlberger kam Cup-Tormann Novota schlecht heraus und gab Zech die Möglichkeit, einzufädeln. Schiedsrichter Prammer gab einen umstrittenen Elfmeter, den Aigner verwertete (37.). Nach dem 1:1 trauten sich die Altacher etwas nach vorne und wurden prompt belohnt. Schimpelsberger verfehlte nach einem Corner den Ball, den Netzer zum 1:2 einköpfelte (42.).

Umgedreht

"Ich hab’ ihnen nur gesagt, dass sie jetzt in der Verantwortung stehen und sich da selbst wieder befreien müssen", erklärte Schöttel seine kurze, wütende Pausen-Ansprache. Rapid legte zu, Druck entstand aber erst nach einer Stunde, weil ohne Hofmann erneut vergeblich nach spielerischen Ideen gesucht wurde. Boyd vergab noch zwei gute Chancen (59., 72.), ehe ihm nach 73 Minuten und einem Vorstoß von Burgstaller das 2:2 gelang. Der Stürmer war es auch, der den Matchball aus zwei Metern auf ein Ende nach 90 Minuten und vielen Fehlern vergab (88.).

Ein Schuss von Ngwat-Mahop nach 93 Minuten war der erste, den Novota hielt. Nach 104 Minuten wurde mit Ildiz der ambitionierteste Rapidler belohnt. Geholfen hat Altachs Goalie Kobras, der etwas zu viel Zeit heraus schinden wollte. Den fälligen indirekten Freistoß aus 15 Metern verwandelte Ildiz zu seinem ersten Tor für Rapid. Nach dem entscheidenden 4:2 gab es noch einen Premieren-Jubel: Joker Prager traf im 35. Einsatz ebenfalls erstmals (114.).

Favoriten

Die Favoriten wurden ihren Rollen gerecht. Salzburg siegte in Kalsdorf 3:1, die Austria in Villach 4:0. Beide Bundesligisten stehen somit im Cup-Viertelfinale. Die Austria machte sich jedoch das Leben um einiges leichter als Salzburg. Zunächst profitierten die Wiener von einem Eigentor durch den Villacher Pirker, danach erzielten sie ihre Tore schon selbst – durch Hosiner, Kienast und Jun. Und die Austria leistete sich sogar den Luxus, einen Elfmeter zu verschießen. Hosiner verjuxte die Chance.

Austria-Coach Peter Stöger zeigte sich sehr zufrieden: "Es war vom Start wegen eine souveräne Partie, auch wenn das erste Tor ein wenig auf sich warten ließ. Villach ist eine gute Regionalliga-Mannschaft. Wir haben über den Gegner viel gewusst, uns im Vorfeld gut informiert. " Der Plan wurde perfekt umgesetzt. "Wir haben uns geschickt angestellt, das war ein kompakter Auftritt von uns." Nach dem Spiel wurden Salzburgs Spieler wie Trainer von den Kalsdorf-Fans mit Bier geduscht, Mane rassistisch beschimpft.

Drei gewinnt

Salzburg hatte bei Kalsdorf zunächst mehr Probleme als erwartet. Die Hausherren fanden in der Anfangsphase sogar zwei, drei gute Chancen vor. Den Unterschied an diesem Abend machte aber der Salzburger Mane aus, der gleich drei Mal traf.

Das erste Mal in der 37. Minute. Kalsdorf hielt noch knapp vor der Pause mit dem Ausgleich durch Gründler dagegen. Salzburg übernahm nach dem Wechsel das Kommando, aufs Toreschießen besann sich der Meister aber erst im Finish. Mane sorgte mit dem 2:1 (81.) und 3:1 (92.) für den Aufstieg in die nächste Runde. Salbzurg-Trainer Roger Schmidt atmete am Ende kräftig durch: "Es war nicht einfach für uns, aber schlussendlich haben wir verdient gewonnen."

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