Sport | Fußball
30.03.2017

Cristiano Ronaldo und die Büste des Grauens

Auf dem Flughafen von Madeira wurde eine Büste des Weltfußballers enthüllt - ihre Ähnlichkeit zu Ronaldo hält sich in Grenzen.

Eigentlich ist es eine außergewöhnliche Ehre, wenn ein Flughafen den eigenen Namen trägt. Dass dort dann auch eine Statue oder Büste des Namensgebers errichtet wird, überrascht nicht weiter. Überraschend und ein wenig peinlich ist es nur dann, wenn diese Büste so gar keine Ähnlichkeit mit ihrem Vorbild hat.

Genau dieses Schicksal hat nun Fußball-Europameister Cristiano Ronaldo ereilt. Auf seiner portugiesischen Heimatinsel Madeira trägt der Flughafen ab sofort seinen Namen. "Ich fühle mich glücklich und geehrt", gab der Weltfußballer zu Protokoll und lächelte pflichtbewusst, während hinter ihm das groteske Grinsen der Büste die Blicke der Fotografen auf sich zog. Kein Wunder, dass das Internet wenig später voll war von Fotomontagen und skurrilen Vergleichen.

Mittlerweile hat sich der verantwortliche Künstler zu Wort gemeldet und sein Kunstwerk verteidigt. Emanuel Santos zog einen gewagten Vergleich: "Nicht einmal Jesus konnte alle zufriedenstellen." Es sei "eine Frage des Geschmacks, das ist nicht so einfach, wie es klingt". Auch die Kunstwerke anderer bedeutender Künstler hätten ähnlich viel Kritik einstecken müssen.

Ronaldo selbst sei laut Santos aber zufrieden mit dem Bildnis gewesen. "Ich habe ihn gefragt, was er vom Ergebnis hält, und er meinte, es gefalle ihm."