Sport | Fußball 05.12.2011

Constantini kritisiert Raumaufteilung

© Bild: ap

Nicht alle Spieler hätten sich an die taktischen Vorgaben gehalten, bemängelt der Teamchef nach dem 2:6 in Deutschland.

Nach dem 2:6-Debakel in Deutschland sitzt Teamchef Dietmar Constantini nicht gerade fester im Sattel. An einen Rücktritt denkt er aber nicht: "Ich habe einen Vertrag bis zum 31. Dezember, und den werde ich erfüllen."

In den 22 Spielen in seiner Amtszeit brachte es Österreich bei 13 Niederlagen und 2 Remis gerade einmal auf 7 Siege, das Torverhältnis steht bei 30:42. "Meine Bilanz ist nicht unbedingt gut", gibt Constantini zu.

Immerhin traut er der aktuellen Truppe zu, in näherer Zukunft bedeutend erfolgreicher abzuschneiden. "Ich glaube, dass diese Mannschaft Zukunft hat, auch wenn es gegen Deutschland nicht so ausgesehen hat. Wenn man sie zusammenlässt, wird etwas weitergehen."

Sätze, wie sie der österreichische Fußballfan seit zehn Jahren hört, stets wird auf eine bessere Zukunft vertröstet.

Riesen-Unterschied

Constantini musste sechs Gegentore mitansehen.
© Bild: ap

Gegen Deutschland war von der in der Mannschaft schlummernden Qualität jedoch nicht viel zu merken. "Jeder hat in diesem Match den Riesen-Unterschied gesehen", sagte Constantini.

Als Hauptgrund für die derbe Ausfuhr nannte der Nationaltrainer die schlechte Raumaufsteilung im Zentrum. "Wir haben am gegnerischen Sechzehner attackiert, und gleichzeitig ist die Abwehr weit hinten gestanden. Dadurch hatten wir Löcher und die zentralen deutschen Spieler nicht im Griff."

Mehr Bewegung von Arnautovic

Der ÖFB-Plan war laut Constantini, rund zehn Meter in der gegnerischen Hälfte mit Pressing zu beginnen und danach bei Balleroberung schnelle Gegenstöße zu starten - allerdings hielten sich nicht alle Kicker an dieses Vorhaben, es entstand keine enge Blockbildung, wodurch sich wiederum den Deutschen große Räume boten. "Wir sind zu weit auseinander gestanden, da rennst du nur hinterher", kritisierte der Coach.

Leichte Kritik übte Constantini auch an Rückkehrer Marko Arnautovic: "Er könnte sich noch mehr bewegen. Er hätte auf die Innenverteidiger Hummels und Badstuber spielen sollen, das ist ihm nicht immer gelungen."

Erstellt am 05.12.2011