CL: Sturm macht den ersten Schritt

Sturm geht mit einem 2:0 im Rücken ins das Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch.
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Der Meister hat nach dem 2:0-Heimsieg über Videoton alle Chancen auf den Aufstieg in die nächste Runde.

Meister Sturm hat nach dem 2:0-Heimsieg über Videoton beste Chancen auf den Aufstieg in die dritte Runde der Qualifikation für die Champions League. Anders ausgedrückt, der erste von sechs Schritten Richtung Millionen-Liga ist gemacht.

Trainer Franco Foda bleibt aber vorerst noch vorsichtig: "Unsere Situation ist etwas besser als zuvor, aber es wird noch ein schwieriges Match in Szekesfehervar. Wir müssen auch dort an unsere Leistungsgrenze gehen, um weiterzukommen." Laut Goalie Christian Gratzei, der die Mannschaft zwischenzeitlich vor dem 1:1-Ausgleich bewahrt hatte, habe man sich eine gute Basis geschaffen.

Die Grazer hatten vor allem vor der Pause eine enttäuschende Vorstellung gegeben. Probleme in der nach dem Abgang von Abwehrchef Gordon Schildenfeld neu formierten Verteidigung und im Spiel nach vorne sowie Abspielfehler prägten die erste Hälfte. "Die Ungarn waren taktisch sehr gut organisiert, haben uns das Leben mit drei zentralen defensiven Mittelfeldspielern schwer gemacht. Wir hatten wenig Platz und Räume und haben zu langsam nach vorne gespielt", resümierte Foda.

Sturms Parade-Sturm

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich dann Neo-Kapitän Ferdinand Feldhofer und Co. "In der zweiten Hälfte hat es die Mannschaft dann viel, viel besser gemacht", sagte der Sturm-Trainer. Auch die neu formierte Abwehr sei "umso stärker geworden, je länger das Spiel gedauert hat".

Richtig packend wurde die Partie allerdings erst in den letzten 25 Minuten und da konnten sich die Grazer auf ihr Parade-Sturmduo verlassen. Obwohl Imre Szabics und Roman Kienast verletzungsbedingt weite Teile der Vorbereitung verpasst hatten und daher noch nicht in Topform sind, traten sie als Matchwinner in Erscheinung.

Szabics leitete mit seinem Treffer (68.) den Heimerfolg ein. Zuvor hatte der ungarische Teamstürmer noch drei Großchancen ausgelassen. "Es freut mich, dass ich Sturm mit meinem Tor helfen konnte", meinte Szabics. Dass noch nicht alles hundertprozentig nach Plan gelaufen war, sei völlig normal. "In der ersten Partie ist es normal, dass noch Unsicherheiten dabei sind", betonte der Sturm-Angreifer.

11.512 Zuschauer

Für das Rückspiel in seiner Heimat Ungarn ist der 30-Jährige vorsichtig. "Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition, dürfen aber nicht denken, dass wir schon weiter sind, denn der Gegner hatte auch große Chancen", meinte Szabics.

Etwas optimistischer war da schon Kienast, der im Gegensatz zu Szabics nicht in der Startformation stand und erst in der 62. Minute für den glücklosen Samir Muratovic eingewechselt wurde. "Das 2:0 war wichtig und ist ein sehr gutes Ergebnis, das reichen sollte", sagte der "Joker", der in der 92. Minute für den Endstand gesorgt hatte.

"Das Tor war das Beste, was mir passieren hat können", fügte Kienast hinzu. Der Ex-Rapidler hat nach seiner Sprunggelenksverletzung noch etwas Trainingsrückstand, den es nun in den nächsten Tagen aufzuholen gilt. "Ich brauche noch ein paar Einheiten", sagte der Sturm-Goalgetter.

11.512 Zuschauer (darunter 500 Videoton-Fans) hatten die Partie trotz der Austragung in Klagenfurt zu einem echten Heimspiel für die Grazer gemacht. Das Wörthersee-Stadion bleibt damit ein guter Boden für Sturm, hatten die Foda-Schützlinge doch dort 2010 auch den ÖFB-Cupsieg geholt.

Rückspiel am Mittwoch

Beide Teams starten vor dem Rückspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF 1) in Szekesfehervar (Stuhlweißenburg) in die Meisterschaft. Die Grazer bekommen es am Samstag auswärts mit Cupsieger SV Ried zu tun, die Ungarn gastieren am Sonntag in Siofok. Die Truppe des portugiesischen Trainers Paulo Sousa hat den Aufstieg noch keinesfalls abgeschrieben.

"Unsere Chancen sind natürlich gesunken, aber wir müssen optimistisch bleiben und an unsere Chance glauben", sagte der prominente Videoton-Coach. Die größere Routine der Heimmannschaft habe mit den Ausschlag gegeben. "Die Grazer waren am Schluss auch müde, aber trotzdem gut organisiert, geduldig und haben auf den richtigen Moment gewartet", resümierte Sousa.

Für den Verlierer dieses Duells ist die Europacup-Saison bereits zu Ende, der Aufsteiger hat bei einem Out in der folgenden dritten Runde die Chance, in der Europa-League-Qualifikation weiterzuspielen. Die dritte Quali-Runde (Spieltermine 26./27. Juli sowie 2./3. August) wird bereits am Freitag (12.00 Uhr) ausgelost.

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(apa / wol) Erstellt am
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