APA13893472-2 - 27072013 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Torschütze Kevin Kampl (RBS/re) und Teamkollege Christian Schwegler jubeln nach dem Treffer zum 3:1 während der tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen Red Bull Salzburg und FK Austria Wien am Samstag, 27. Juli 2013, in Salzburg. APA-FOTO: KRUGFOTO

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Champions-League-Quali
07/30/2013

Ungewohnte Rolle für die Salzburger Überflieger

Trotz erstaunlicher Frühform sind die "Bullen" im Hit gegen Fenerbahce Außenseiter.

von Andreas Heidenreich

150 Millionen Euro ist der Kader von Fenerbahce Istanbul schwer. Dazu stand der Klub erst vor zwei Monaten noch im Halbfinale der Europa League, für die sich Salzburg im Vorjahr nicht einmal qualifiziert hatte. Das Duell des österreichischen Vizemeisters mit jenem aus der Türkei sollte an und für sich eine klare Angelegenheit sein. Sollte.

Doch gewisse Vorzeichen lassen den Vizemeister vor dem Hinspiel (20.30/live ORFeins) in Salzburg, das seit Dienstag mit 28.793 Fans ausverkauft ist, von der Sensation träumen.

Da wäre vor allem die aktuelle Form der Salzburger, die in der bisherigen Red-Bull-Ära (seit 2005) ihresgleichen sucht. Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt beeindruckte in den zwei bisherigen Meisterschaftsspielen gegen Wiener Neustadt und Meister Austria nicht nur vom Resultat – die Gegner wurden jeweils mit 5:1 abgefertigt. Die teuerste Elf Österreichs überzeugte vor allem durch erfrischenden Kombinations- und Tempo-Fußball. Die Mannschaft präsentiert sich als Einheit wie schon lange nicht – ein Produkt der kontinuierlichen Transferpolitik in diesem Sommer. Weder die Spielphilosophie, noch die Herren, die sie umsetzen sollen, wurden ausgetauscht. In dem neuen Salzburger Kollektiv glänzen hervorragende Einzelspieler wie Mane, Kampl oder Soriano, die jederzeit ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Selbstvertrauen und eine gewisse Aufbruchsstimmung sind nicht von der Hand zu weisen.

Unruhe beim Gegner

Zur aktuellen Salzburger Blüte gesellt sich die schwierige Situation, in der sich der Gegner befindet. Bereits seit 2011 schwebt ein Manipulationsskandal wie ein Damoklesschwert über dem 18-fachen Meister der TürkeiFenerbahce wurde von der UEFA vom Bewerb ausgeschlossen. Nur eine einstweilige Verfügung des internationalen Sportgerichtshofs macht bis zum 28. August ein Antreten möglich. „Die Unruhe im Verein stößt vielen Spielern sauer auf. Viele wollen weg“, erklärt Türkei-Legionär Marc Janko. Dazu kommt der späte Meisterschaftsbeginn in der Türkei am 18. August und die immer wiederkehrende Hoffnung, unterschätzt zu werden.

Darauf vertrauen die Salzburger naturgemäß nicht. Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Schmidt waren letzten Mittwoch in der Türkei, wo sie den Gegner im Test gegen PSV Eindhoven (0:2) beobachteten. „Die Mannschaft hat eine hohe individuelle Klasse und viele internationale Topspieler. Wir wissen nicht, wie Fenerbahce spielt. Sie haben in den beiden Hälften taktisch völlig unterschiedlich agiert“, betont Schmidt, der bei aller positiver Stimmung auch weiß, dass im eigenen Defensivverhalten noch Luft nach oben herrscht: „Da müssen wir uns steigern, denn bei allem Respekt vor der Austria: Fenerbahce ist ein anderes Kaliber.“

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