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11.04.2017

Champions League: Große Neuauflage des Finales von 2015

Am Dienstag (20.45 Uhr) empfängt Juventus im Viertelfinale die Startruppe von Barcelona

Fünf Wochen nach dem „Wunder“ gegen Paris St. Germain ist der FC Barcelona im Hinspiel des Viertelfinales bei Juventus Turin gefordert. Für die Italiener ist es in einer Neuauflage des Endspiels von 2015 die Gelegenheit zur Revanche, für Barcelona die letzte Chance auf einen großen Titel in dieser Saison.
Die Titelverteidigung in der spanischen Liga ist für das Team von Superstar Lionel Messi nach der 0:2-Niederlage in Malaga in weite Ferne gerückt. Die Champions League bedeutet für die Katalanen umso größere Hoffnung, Cupfinale hin oder her. „In Turin wird das ganz anders“, beteuerte der im Sommer scheidende Trainer Luis Enrique nach dem Auftritt bei Malaga.

Das Duell findet jedenfalls unter umgekehrten Vorzeichen statt. Die lange als bestes Team Europas geltenden Katalanen machen eine der unbeständigsten Saisonen seit zehn Jahren durch. Die Bianconeri lassen hingegen kaum Schwächen erkennen und scheinen auf Augenhöhe mit dem Gegner. Das Prunkstück der „Alten Dame“ ist zweifellos die Defensive. Zwei Gegentore in acht Auftritten in der aktuellen CL-Saison, 20 in 31 Spielen der Serie A – Italiens Serienmeister und aktueller Tabellenführer ist in der Defensive eine Klasse für sich.

Barcelona erwartet also ein Riegel, der selbst für das Trio Messi-Neymar-Luis Suarez nur schwer zu knacken sein wird. „Es ist keine Schande, gut zu verteidigen. Tatsächlich ist es so schön wie ein guter Angriffszug“, sagte dazu Juve-Coach Massimiliano Allegri. „Wer eine Show will, soll in den Zirkus gehen.“
Sein Konterpart Enrique setzt auf Teamgeist und lässt deshalb den gesperrten Mittelfeld-Routinier Sergi Busquets sowie die verletzten Arda Turan und Aleix Vidal mit nach Turin fliegen. Aber ob die geforderte Reaktion gegen das heimstarke Juve möglich ist?

Offensiv-Geister

Aber nicht nur für Barcelona, auch für Dortmund steht am Dienstag viel am Spiel. Die Aufgaben von Trainer Thomas Tuchel in den entscheidenden BVB-Wochen dieser Saison sind komplex und schwer zu lösen. „Mir ist noch nicht klar, wie wir das hinbekommen sollen“, meint er vor dem Duell mit dem AS Monaco. Tuchels Hoffnung basiert auf der Heimstärke: Die BVB-Profis gewannen ihre vergangenen vier Viertelfinal-Heimspiele der Königsklasse im Signal Iduna Park. Doch die Monegassen sind im Gegensatz zur Borussia in Top-Verfassung: 74 Punkte und 88 Tore in der Liga.