Sport | Fußball
12.03.2013

Bayern will unbedingt nach London

Nach der Heimniederlage im Mai wollen die Münchner das Finale in London erreichen.

Wie wichtig Franck Ribéry in dieser Saison für die Bayern sein kann, hat der Franzose schon bewiesen. Dass es aber auch ohne ihn geht, weiß man spätestens seit dem 27. Februar. Ausgerechnet im Schlager des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund mussten die Münchner auf den Dribbler verzichten. Kein Problem dachte sich Arjen Robben, sprang für seinen Kollegen in die Bresche und schoss die Bayern mit einem Traumtor eine Runde weiter.

So soll es auch am Mittwoch (20.45 Uhr/live ZDF und Sky) in der Münchner Allianz Arena sein, wenn der FC Arsenal zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League kommt. Ribéry muss wegen einer Außenbanddehnung im linken Sprunggelenk passen, Robben ist wieder fit nachdem er noch am Samstag in der Liga gegen Düsseldorf (3:2) wegen einer Wadenblessur auf der Tribüne saß. Auch Spielgestalter Bastian Schweinsteiger fehlt gegen die Londoner wegen einer Sperre, ebenso Jerome Boateng, der gegen Düsseldorf noch das Siegestor geköpfelt hatte.

Dominanz

Trotz der Ausfälle glaubt aber nach dem 3:1-Auswärtssieg der Bayern im Hinspiel niemand wirklich daran, dass es in diesem Duell noch einmal spannend werden könnte. Zu dominant war der Auftritt des deutschen Rekordmeisters am 19. Februar im Emirates Stadium. Bayern-Coach Jupp Heynckes sagt aber. „Ich denke, dass wir in London gegen Arsenal einen Sahnetag gehabt haben. Die erste Halbzeit war exzellent und die zweite gut.“

Vom Weiterkommen ist auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm überzeugt: „Wir wollen klarstellen, dass hier nichts zu holen ist“, sagte der 29-Jährige. „Wir sind noch nicht eine Runde weiter. Aber wenn wir von Anfang an konzentriert sind, ist es schwer, uns zu schlagen.“ Eine Zitterpartie ist für ihn unvorstellbar: „Wir wissen, wie gut wir drauf sind.“ Im Gegensatz zum Gegner. „Für Arsenal wird es schwer“, prophezeite Lahm: „Sie dürfen die Defensive nicht öffnen und müssen trotzdem gegen uns drei Tore schießen.“

Die Engländer glauben zwar an ihre Minichance, bräuchten für das Wunder aber zumindest drei Tore. Die hat in dieser Saison in der Allianz-Arena noch kein Team geschossen. Ein frühes Tor könnte dem Spiel aber noch einmal Würze verleihen. „Wir werden nicht denken, ,wir qualifizieren uns sowieso nicht‘“, betonte Arsenal-Coach Arsene Wenger.

Die Londoner sollen also kein Stolperstein auf dem Weg nach London sein. Im Mai hatten die Bayern daheim in München das Endspiel gegen Chelsea (aus London) verloren. Das Endspiel 2013 findet in Englands Hauptstadt statt. Und in Bayern hört man schon den Ruf: London calling.

Hohe Ziele vor dem tiefen Fall

Es ist nicht lange her, da glich die Geschichte des FC Malaga einem modernen Fußballmärchen. 2008 gelang der Wiederaufstieg in die Primera Division. 2010 folgte der Einstieg des katarischen Großinvestors Abdullah Al Thani. Er kaufte um viele Millionen neue Spieler, installierte die Real-Legende Fernando Hierro als Manager und versprach ein neues Stadion für mehr als 60.000 Zuschauer.

Heute ist von den Visionen nicht mehr viel übrig. Im August 2012 drehte Al Thani den Geldhahn zu. Hierro verließ den Verein ebenso wie viele seiner Stars. Nächste Saison muss Malaga im internationalen Wettbewerb zusehen – wegen Verstößen gegen das finanzielle Fairplay.

Sportlich steht der Champions-League-Debütant am Mittwoch vor der Chance den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern und ins Viertelfinale aufzusteigen. Um das zu schaffen, gilt es im heimische La Rosaleda-Stadion eine 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel gegen den FC Porto wettzumachen. Doch der zweifache Champions-League Sieger aus Portugal hat selbst große Pläne. „Bei Porto träumen alle vom Champions-Titel“, sagt der 26-jährige Mittelfeldmotor João Moutinho. Davon will man bei Malaga nichts wissen. Stürmer Javier Saviola verspricht den spanischen Fans: „Wir werden Geschichte schreiben“.