Sport | Fußball 16.03.2016

Bayern muss gegen Juve auf Robben verzichten

David Alaba und seine Bayern wollen die Hürde Juventus (Pogba) überspringen. © Bild: DIENER/EM

Die Münchner sind nach dem 2:2 in Turin im Vorteil.

Das Verletzungspech von Juventus schlägt vor dem Achtelfinalrückspiel auch auf die Bayern über. Superstar Arjen Robben ist für das Rückspiel in München fraglich. Bei den Italienern fehlen mit Paulo Dybala, Claudio Marchisio und Giorgio Chiellini gleich drei Leistungsträger.

Nach dem 2:2 in Turin haben die Bayern für das Rückspiel gegen Juventus sehr gute Karten auf den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse (20.45 Uhr/live ORFeins ZDF, SRF 2). Auf Sicherheit wollen die Gastgeber nicht spielen. "Wir sind keine 0:0-Mannschaft", erklärt Thomas Müller.

Von einem "Kampf von zwei Systemen" spricht Bayerns Kapitän Philipp Lahm. Da die auf Dominanz ausgerichteten Bayern, dort die auf Konter spielenden Defensivstrategen aus Italien. "Wir sind ein Team, das nach vorne spielt, das Tore schießen will", gibt Lahm seinem Kollegen Müller recht. "Das ist auch nicht der Stil von Trainer Guardiola." Der Spanier verlässt mit Saisonende die Münchner Richtung Manchester City, möchte sich aber mit einem Dreifach-Triumph aus München verabschieden – mit dem Triple, das Vorgänger Jupp Heynckes 2013 geschafft hat. Zwei Mal holte Guardiola mit den Bayern den Meistertitel, ein Mal den Cup. Was fehlt, ist die Champions League.

Doch die Bayern sind vor Juventus gewarnt. In der Serie A ist die Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri seit Oktober ungeschlagen und hat von den seither 19 Spielen 18 gewonnen. Guardiola hob die Defensivstärke der Italiener heraus, für die es gleichermaßen noch um das Triple aus Meisterschaft, Cup und Champions League geht. "Wir spielen gegen eines der besten Teams in Europa. Sie haben in den letzten zehn Liga-Spielen kein Tor bekommen, daher erwarten wir ein sehr kompliziertes und unangenehmes Spiel", meinte der Spanier, der David Alaba wieder als linken Verteidiger aufbieten wird.

Notstand

Juventus muss auf den angeschlagenen Angreifer Paolo Dybala und den verletzten Mittelfeldspieler Claudio Marchisio verzichten. Fraglich ist zudem der Einsatz von Abwehrchef Giorgio Chiellini, Stürmer Mario Mandzukic wurde noch rechtzeitig fit. "Totaler Notstand gegen Bayern", schrieb Tuttosport.

Im zweiten Spiel heute sollte bereits alles klar sein. Der FC Barcelona geht mit einem 2:0-Sieg auf der Insel ins Rückspiel gegen Arsenal. In London rechnet kaum einer mit dem Aufstieg, daher bleibt Trainer Arsène Wenger Thema Nummer eins. Der Franzose, seit 1996 Trainer der Gunners, ist nach der bislang glücklosen Saison angezählt. Viele Fans haben sich bereits abgewandt.

( kurier.at ) Erstellt am 16.03.2016