Alaba ärgerte sich über den Lattentreffer.

© REUTERS/Sergio Perez

Fußball
04/28/2016

Champions League: Alaba übt Selbstkritik

Der Wiener hätte sich sein Jubiläumsspiel wohl anders vorgestellt.

David Alaba hat am Mittwoch einen neuen persönlichen Meilenstein gesetzt. Mit 23 Jahren, 10 Monaten und drei Tagen erreichte der ÖFB-Star so früh wie noch kein anderer Bayern-München-Spieler zuvor die 50-Spiele-Marke in der Champions League. Sein Jubiläum hätte sich der Wiener aber sicher anders vorgestellt, nach dem 0:1 bei Atletico Madrid müssen die Deutschen um den Finaleinzug bangen.

"Es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten, aber wir haben noch mehr als eine Chance das Finale zu erreichen", verlautete Alaba auf seiner Facebook-Seite. Auch schon nach der Partie hatte er in TV-Interviews seine Hoffnung auf die Wende in München am Dienstag (20.45 Uhr) geäußert: "Wir wissen, dass wir zuhause sehr gut spielen können. Mit unseren Fans im Rücken kann in München alles passieren. Wir werden alles in die Waagschale werfen."

Der universell einsetzbare Alaba musste im Halbfinal-Hinspiel wieder einmal als Innenverteidiger ran und war auch am spielentscheidenden Gegentreffer zumindest nicht ganz schuldlos. Nachdem Saul Niguez mit Thiago Alcantara, Juan Bernat und Xabi Alonso drei Bayern-Kicker ausgetanzt hatte, war Alaba zu zaghaft und ermöglichte somit dem Atletico-Eigengewächs in der elften Minute ins lange Eck einzuschießen.

"Ich hätte es sicher besser machen können"

"Er ist auf mich zugekommen, ich habe versucht, das kurze Eck zuzumachen und Manuel die lange Ecke überlassen. Ich hätte es sicher besser machen können", gab sich Alaba selbstkritisch. Der 21-jährige spanische U21-Teamspieler hätte aber niemals überhaupt so weit kommen dürfen. "Wir wissen, dass so etwas nicht sein kann in so einem Spiel", sprach Alaba Klartext.

Beinahe hätte seine Elf noch einen Gegentreffer kassiert. Fernando Torres ließ Alaba nach einem Konter schlecht aussehen, traf aber nur die Stange (75.). Ein 2:0 wäre nicht gerecht gewesen, die Münchner waren näher an dem Ausgleich dran. "Wir haben nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt hatten. Atletico hat es in der ersten Hälfte sehr gut gemacht gegen uns. Nach der Pause haben wir dann versucht die Zweikämpfe anzunehmen, zu gewinnen, es viel besser gemacht. Am Ende hat es aber leider nicht gereicht, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben", analysierte Alaba.

Lattentreffer

Der Bayern-Allrounder hatte selbst auch welche, gab drei Distanzschüsse ab. Der zweite in der 54. Minute hätte sich einen Treffer verdient, ein "Kracher" aus mehr als 30 Metern sprang von der Latte zurück. "Ich hatte ein bisschen Platz, habe den Raum gesehen, mir den Ball vorgelegt und geschossen. Schade. Ich frage mich auch, warum der nicht reingegangen ist", so ein geknickter Alaba, der auch mit weiteren Abschlüssen (17./vorbei, 80./drüber) kein Glück hatte. Im Rückspiel könnte der 149-fache deutsche Bundesliga-Kicker wieder links in die Viererkette zum Zug kommen, sollte Coach Josep Guardiola den wieder fitten Jerome Boateng in der Mitte aufbieten.

Alaba, der in der Champions League mit 17 Jahren debütierte, löste Thomas Müller als bisher jüngsten "Bayern-50er" ab. Der DFB-Weltmeister hatte sein Jubiläum in der "Königsklasse" mit 24 Jahren, 1 Monat und 23 Tagen gefeiert. Gemeinsam wollen die beiden am 28. Mai in Mailand den Pokal in die Höhe stemmen. Dieses Gefühl kennt Österreichs 44-facher Teamspieler bereits aus dem Jahr 2013 nach einem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund. In seiner Debütsaison 2009/10 stand der ÖFB-Kicker im Endspiel gegen Inter Mailand (0:2) nicht im Kader, 2012 verpasste er das Finale gegen Chelsea (3:4 i.E.) wegen einer Gelbsperre.

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