Burgstaller will zurück zu alter Form

dapdFussball, tipp3-Bundesliga, Saison 2011/12, 11. Spieltag, SK Rapid Wien - SC Wiener Neustadt, Samstag (15.10.11), Gerhard Hanappi Stadion, Wien, Oesterreich: Rapids Guido Burgstaller (l.) kaempft mit Neustadts Daniel Wolf um den Ball.Foto: Hans Punz/d
Foto: dapd Wiedersehen: Rapids Guido Burgstaller (li.) will gegen seinen Ex-Klub Wr. Neustadt (re. Wolf) wieder treffen

Guido Burgstaller sammelte statt Toren zuletzt Gelbe Karten. Gegen Ex-Klub Wr. Neustadt steht der Teamspieler im Fokus.

Beim Eierpecken gab es für Rapid-Trainer Peter Schöttel einen klaren Sieg: Gleich beim ersten Versuch zerbrach das Ei von Peter Stöger. Der nach Hütteldorf eingeladene Trainer von Wiener Neustadt schlug bei der gemeinsamen Einstimmung auf die Partie verbal zurück.

Stöger meinte passend zur heute endenden Fan-Abstimmung über eine neue Torhymne für Rapid: "Dafür wird im Hanappi-Stadion keiner wissen, ob ihr eine Hymne habt. Weil wir nämlich zu null spielen und es nichts zu hören gibt."

Schöttel stellt klar: "In diesem ganz wichtigen Spiel zählen für Rapid nur drei Punkte. Das wäre auch wichtig, damit wirklich alle im Verein kapieren, um was es für uns jetzt geht."

Die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase, die Sprüche werden schärfer – und die Anspannung bei Rapid ist auch nach dem 4:0 bei der Admira spürbar. Besonders nach dem KURIER-Bericht über die noch offenen 1,2 Millionen Euro Ablöse vom Jelavic-Transfer. Das Geld wird für die Planung der nächsten Saison benötigt – die Chancen, dass die Rate zur Gänze aus Glasgow überwiesen wird, sind aber deutlich gesunken.

Flexibel

Schöttel konzentriert sich aufs Sportliche und setzt nach der Verletzung von Kapitän Hofmann auf den einzigen Teamspieler, der aber dennoch um seinen Status kämpfen muss: Guido Burgstaller. Der 22-Jährige kam im Sommer mit seinem Förderer Schöttel vom aktuellen Gegner und war nach seiner Kreuzband-Verletzung im Herbst eine wichtige Stütze auf dem Weg zum Winterkönig.

"Das Lob von Teamchef Koller nach meinem Debüt hat mich sehr gefreut. Im Frühjahr warte ich aber noch auf ein persönliches Erfolgserlebnis", hadert Burgstaller, der seit seinem Dreierpack gegen Salzburg (4:2 in Runde 15) nicht mehr getroffen hat.

"Auch wenn er nicht so in Form ist, sollte sich Burgstaller nicht vom öffentlichen Druck blenden lassen. Er muss keine Tore schießen, um für uns wichtig zu sein", meint Schöttel über seinen Lieblingsschüler, der in der Offensive überall zu Hause ist. "Am liebsten spiele ich aber hängende Spitze", erklärt der Kärntner, der gerade den Unterschied zu früher kennenlernt: "Als Neustädter hat mich in Wien keiner gekannt. Jetzt spüre ich schon den Druck, aber auch die Euphorie auf den Straßen wie nach dem 4:0."

Hart

Geschätzt wird Burgstaller bei Rapid auch für den immensen Einsatz – der aber in Aggressivität umschlagen kann. Sieben Gelbe und eine Gelb-Rote Karte bei 16 Einsätzen sind für einen Offensivgeist eine erschreckende Bilanz. "Er bewegt sich auf einem schmalen Grat, das ist ihm schwer auszutreiben", sagt Schöttel, der seine Nummer 30 vor jeder Partie ermahnt, sich zurückzuhalten. "Ich weiß auch nicht, was manchmal los ist", rätselt Burgstaller. "Aber ich will sicher kein Bad Boy sein."

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(kurier) Erstellt am
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