Die Innsbrucker Mannschaft jubelt mit den Fans der Nordtribüne über das 5:3.

© APA/Robert Parigger

Bundesliga
12/04/2013

Wacker besiegt acht Grödiger

Turbulentes Derby: Der Aufsteiger sah beim 3:5 am Tivoli drei Mal Rot.

von Christoph Geiler

Das Coach-Aufkommen auf der Ehrentribüne ist meist ein untrügerisches Zeichen, wie es um Sitzkomfort und Stabilität des Trainerstuhls bestellt ist. Wenn also die deutschen Weltmeister Andreas Brehme und Klaus Augenthaler oder auch die ehemaligen Tiroler Vereinsgrößen Michael Streiter und Michael Baur, die derzeit alle arbeitslos sind, im Advent nichts Besseres zu tun haben, als einen bitterkalten Abend im leeren Tivolistadion zu verbringen, dann muss sich der betroffene Chefcoach so seine Gedanken und Job-Sorgen machen.

Der angezählte Wacker-Trainer Roland Kirchler durfte zumindest einmal durchatmen. Der 5:3-Sieg gegen das stärkste Auswärtsteam der Liga aus Grödig beruhigt die erhitzten Innsbrucker Gemüter wieder ein wenig. Dafür herrschte im Grödiger Lager dicke Luft – und das durchaus zurecht, nachdem der übermotivierte Schiedsrichter Grobelnik nach der Pause binnen zwanzig Minuten gleich drei Spieler des Aufsteigers vom Platz stellte und auch Adi Hütter auf die Tribüne schickte.

Dabei waren die stark ersatzgeschwächten Grödiger am Tivoli in Führung gegangen und hatten auch noch einen Tiroler 2:1-Vorsprung egalisiert. Am Ende ging den sieben tapferen Salzburger Feldspielern aber die Luft aus und die Innsbrucker bejubelten den zweiten Heimsieg.

Ergebnis & Tabelle

FC Wacker Innsbruck - SV Grödig 5:3 (1:1)
Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 2.004, SR Grobelnik

Torfolge:
0:1 ( 7.) Elsneg
1:1 (22.) Vucur
2:1 (50.) Schütz
2:2 (56.) Nutz (Freistoß)
3:2 (59.) Hinterseer (Elfmeter)
4:2 (64.) R. Wallner
4:3 (76.) Trdina
5:3 (87.) Wernitznig

Innsbruck: Schober - Bergmann, Siller (42. Abraham), Vucur, Schilling - Nitzlnader, Hauser - Schütz, Hinterseer, A. Fröschl (50. Wernitznig) - R. Wallner (86. Brauneis)

Grödig: Stankovic - Potzmann, Hayden, Tschernegg, Salamon (46. Karner) - M. Leitgeb, Nutz - Huspek, Tomi (65. Trdina), Boller (69. Handle) – Elsneg

Rote Karten: Karner (57./Torraub), Tschernegg (79./Foul)

Gelb-Rote Karte: Leitgeb (75./Foul)

Gelbe Karten: Siller, A. Fröschl bzw. Leitgeb, Tomi, Boller

Die besten Spieler: Hinterseer, R. Wallner, Schütz bzw. Huspek

Anmerkung: Grödig-Trainer Hütter nach Kritik auf die Tribüne verbannt (80.)

Tabelle

Zwei Rote waren fraglich

Roland Kirchler (Trainer Wacker Innsbruck): "So viele Steine wie mir immer vom Herzen fallen, kann ich gar nicht zu Hause haben. Wir haben uns heute, Entschuldigung, aus eigener Kraft aus der Scheiße herausgeholt. Bei den Roten Karten hatten wir diesmal Glück, aber die Schiedsrichter haben dadurch in das Spiel eingegriffen. Zwei Rote waren fraglich. Wir haben wahrscheinlich die bessere Offensive als Austria Wien, deshalb haben wir heute Grödig geschlagen. Die Tore von Wernitznig und Wallner waren extrem wichtig für deren Selbstvertrauen."

Adi Hütter (Trainer SV Grödig): "Es war ein außergewöhnliches Spiel. Aber Innsbruck hat verdient gewonnen, weil es außer in der Startphase die bessere Mannschaft war. Für mich waren die Schiedsrichterentscheidungen nicht so klar, aber die Ausschlüsse tun weh, weil wir jetzt noch drei Ausfälle haben. Sauer bin ich nicht auf die Schiedsrichter, sondern auf unser Team, weil sich nach dem Führungstor unser gutes Spiel nicht fortgesetzt hat. Innsbruck war nach den Ausschlüssen einen Tick besser."

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