Die Trainer (v.l.): Dietmar Kühbauer (WAC), Zoran Barisic (Rapid), Franco Foda (Sturm), Damir Canadi (Altach), Peter Zeidler (Salzburg), ...

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Bundesliga-Vorschau
07/24/2015

Salzburg wird Meister, Admira steigt ab

Der KURIER nimmt vor dem Saisonstart die zehn Bundesligisten unter die Lupe und gibt eine Prognose ab.

Am Samstag startet die österreichische Bundesliga in ihre 42. Saison. Der KURIER hat anlässlich des Ankicks alle zehn Bundesligisten unter die Lupe genommen und sich im Prognostizieren geübt.

Nicht mehr dabei ist Absteiger Wiener Neustadt, Aufsteiger Mattersburg kehrt zurück. Die Burgenländer treffen im Eröffnungsspiel am Samstag auf Doublegewinner Salzburg (16 Uhr). Es folgen die Duelle Sturm – Admira, Rapid – Ried und GrödigAltach (alle 18.30 Uhr) sowie am Sonntag WolfsbergAustria (16.30 Uhr).

Erfolgszwang auch im neuen Zyklus

Nach zwei Erfolgssaisonen, die jeweils das Double und den Europa-League-Gruppensieg brachten, beginnt in Salzburg ein neuer „Zyklus“ (O-Ton Trainer Peter Zeidler) mit einer neuen Mannschaft und einem neuen Chefcoach. Der Deutsche hat in der zehnjährigen Ära Red Bull als Erster direkt den Aufstieg von der zweiten Mannschaft auf die Salzburger Trainerbank geschafft. Der 52-Jährige, der ein langjähriger Wegbegleiter von Ex-Sportchef Ralf Rangnick ist und dessen Fußball-Philosophie 1:1 umsetzen wird, feiert nach über 30 Jahren im Trainerjob sein Debüt in einer obersten Spielklasse. Er hat eine Mannschaft übernommen, die viel Qualität verloren hat, aber immer noch stark genug ist, um Meister zu werden.

Stärken

Der reichste Klub leistet sich weiter den teuersten Kader. Rund acht Millionen Euro wurden im Sommer in neue Spieler investiert – mehr als alle anderen Klubs zusammen. Der Kader ist extrem ausgeglichen, viele Positionen sind sogar dreifach mit Qualitätsspielern besetzt. Die Mannschaft ist noch jünger geworden und wird wieder so aggressives Pressing wie in den beiden Saisonen unter Trainer Roger Schmidt spielen. Torjäger Soriano ist der kompletteste Stürmer der Bundesliga und auch kommende Saison für 30 und mehr Treffer gut.

Schwächen

Mit Miranda und dem erst 16 Jahre alten Upamecano wurden zwar zwei Innenverteidiger verpflichtet, aber auf diesen zwei Positionen ist die Personaldecke noch immer dünn. Gulacsi-Nachfolger Stankovic, die neue Nummer eins, ist im Tormannspiel extrem weit, aber fußballerisch noch ausbaufähig. Das könnte zu brenzligen Situationen führen. Eine Europacup-Gruppenphase ist wieder das Saisonziel. Sollte diese erreicht werden, neigte Salzburg vergangene Saison dazu, danach in der Liga zu schwächeln. Es bleibt abzuwarten, ob man sich das wieder ungestraft leisten kann.

KURIER-Prognose: Platz 1

Zwischen Euphorie und Kontinuität

Die Euphorie um Rapid erinnert an das Meisterfrühjahr 2008. Während abseits des Feldes so ziemlich alles neu (nicht nur das Stadion) gemacht wird, wird beim Sportlichen mit dem längstdienenden Trainerteam der Liga auf kontinuierliche Steigerungen gesetzt. Gegen Lieblingsgegner Ried soll der erste Hingucker produziert werden.

Stärken

In zweijähriger Aufbauarbeit haben das Trainerteam um Zoran Barisic und Sportdirektor Andreas Müller eine perfekt eingespielte, talentierte und spielstarke Mannschaft geschaffen. Auf mehreren Positionen kann ohne Qualitätsverlust je nach Gegner und Form getauscht werden, etwa in der Innenverteidigung mit Hofmann und Dibon. Schaub hat zwar seinen Platz an Schobesberger verloren, mit neuer körperlicher Stärke könnte dem Ausnahmetalent aber der lang erwartete Durchbruch gelingen. Steffen Hofmann ist nach wie vor der unumstrittene Chef, auch wenn er öfter als gewohnt auf der Bank Platz nehmen wird. Die Neuzugänge haben Qualität, müssen sich aber noch hinten anstellen – nur Auer hat die Chance, sich einen Stammplatz zu sichern, bis Pavelic wieder fit ist. Das Ballbesitzspiel wird weiter verfeinert werden, auch im Offensivpressing gibt es Fortschritte.

Schwächen

Der extrem gute Teamgeist war bisher ein großes Plus. Durch die Verstärkung des Kaders werden künftig Spieler auf die Tribüne müssen, die sich selbst als Stammspieler sehen. Umso wichtiger wird die Qualifikation für eine europäische Gruppenphase, damit Barisic mit Rotationen den ausgeglichenen Kader bei Laune halten kann. Außerdem könnte noch bis Ende August ein Angebot für Beric über fünf Millionen Euro den Abschied des Goalgetters fixieren. Je länger diese Frage offen ist, umso weniger geeignete Nachfolger wären noch am Markt. Eine klare Nr. 1 gibt es im Tor (noch) nicht. Verbessert werden müssen die Standards.

KURIER-Prognose: Platz 2

Das Ebenbild des deutschen Trainers

Er ist wieder dort, wo er wohl am besten hinpasst. Seit Ende September 2014 trainiert der Deutsche Franco Foda zum dritten Mal Sturm Graz. Am Saisonende reichte es zwar nicht zum Meistertitel wie 2011, aber immerhin zu Platz vier und zur Europacup-Qualifikation nach einer fast zweijährigen Zuschauerrolle. Kommende Saison wird dies wieder gelingen, aber für einen Meistertitel fehlt es dem Kader der Grazer einfach an individueller Klasse.

Stärken

Foda ist ein Deutscher wie er typischer nicht sein kann. Es gibt einen Plan, es herrscht Ordnung und Disziplin. Sturm hat Struktur und System. Und die Mannschaft ist eingespielt. Nur Beichler hat die Grazer verlassen, aber der Ex-Teamspieler war sowieso öfter verletzt als er gespielt hat. Mit Dobras, Horvath und dem Griechen Lykogiannis kamen junge Spieler mit Potenzial. Dazu ist jede Position im Kader doppelt besetzt.

Schwächen

Die größte Stärke der Foda-Elf ist auch ihre größte Schwäche. Das geordnete Spiel ist bieder, leicht auszurechnen und bietet genug Fläche, um Schwächen auszunützen. Mit dem Deutschen Esser kam ein neuer Torhüter, der in Graz mit großen Vorschusslorbeeren bedacht wurde, aber bei dem man sich schon fragen muss, warum sich nicht auch deutsche Topklubs um ihn bemühten, wenn er wirklich so gut ist. Dass kein neuer Stürmer geholt worden ist, könnte das größte Problem werden. Kienast hat Klasse, ist aber auch oft verletzt oder gesperrt. Dessen Ersatzleute Edomwonyi und Tadic haben bis jetzt noch keine Bundesliga-Tauglichkeit bewiesen.

KURIER-Prognose: Platz 3

Ein Neustart mit ungewissem Ausgang

Nach Platz sieben in der abgelaufenen Saison kann die Wiener Austria nur gewinnen. Mit Thorsten Fink holte man den für die Mittel der Austria besten derzeit verfügbaren Trainer, sein Doppelpass mit Sportdirektor Franz Wohlfahrt scheint zu funktionieren. Ob die Neuverpflichtungen sich tatsächlich als Verstärkungen entpuppen, bleibt abzuwarten. Für die Wiener dürfte es sich, hört man Fink genau zu, um eine Übergangssaison handeln, die am Ende das gewünschte Resultat bringen soll – endlich wieder eine Teilnahme am Europacup.

Stärken

Thorsten Fink war in der kurzen Sommerpause die wichtigste Verpflichtung der Austria. Der Deutsche hat eine konkrete Fußball-Philosophie und das nötige Gefühl, sie den Spielern näherzubringen. Er wird sicherlich Ordnung ins violette Spiel bringen. Ob damit gleich Attraktivität einhergeht, wie sie von den Fans verlangt wird, bleibt – noch – zu bezweifeln. Fink selbst bittet jedenfalls um Geduld. Teamtorhüter Robert Almer sollte der Mannschaft den nötigen Rückhalt geben. Es wundert wenig, dass er – kaum zurück beim Verein – zum Kapitän gewählt wurde, da es der Austria sonst an Führungsfiguren fehlt.

Schwächen

Die Wiener haben zwar einen ausgewogenen, aber keinen außergewöhnlichen Kader. Einige Spieler ähneln einander im Stil, sind daher austauschbar. Ob sich unter den Neuverpflichtungen auch der gewünschte und dringend nötige Antreiber befindet, wird sich in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Ebenso wird man erst mit der Zeit sehen, ob die zentrale Abwehr ausreichend an Qualität verfügt, ob das zentrale Mittelfeld lauf-, kampf- und spielstark genug ist. An vorderster Front fehlt nach wie vor ein Stürmer, wie es Marc Janko hätte sein sollen. Zulechner ist noch nicht der Goalgetter, den die Austria in der Vergangenheit zumeist besessen hat. Kayode ist vielversprechend wie Kvasina, beide sind aber aufgrund ihrer Jugend keine, die für 15 Saisontore garantieren. Daher geht die Suche weiter.

KURIER-Prognose: Platz 4

Gerüstet für das schwierige 2. Jahr

Der erste Klub aus Vorarlberg im Europacup, der beste Aufsteiger in der Bundesliga-Geschichte, neun Heimsiege in Folge – Altach hat eine sensationelle Saison hingelegt. Traditionellerweise wird es für die Aufsteiger im zweiten Jahr umso schwieriger, den Höhenflug zu bestätigen. Die Nummer eins im Ländle will das mit Ruhe im sportlichen Bereich, aber umso größeren Anstrengungen im Umfeld schaffen. Derzeit wird das Altacher Stadion den gestiegenen Ansprüchen angepasst, zusätzlich gibt es eine neue Kooperation mit der Vorarlberger Akademie.

Stärken

Altach ist stets ein besonders unangenehmer Gegner. Kompakt, lauffreudig, körperlich stark und vor allem taktisch unberechenbar. Damir Canadi ist der flexibelste Coach der Liga, vom offensiven 4-3-3 bis zum defensiven 5-3-2 bietet er alles auf und hat auch die Fähigkeit, den Spielern die nötigen Details zu vermitteln. Am öftesten wird wohl ein 4-4-2 in gewohnter Zusammensetzung zu sehen sein.

Schwächen

Der Heimvorteil ist durch die lange Anreise der Gegner groß, zugleich sind die Auswärtsreisen für die Altacher am mühsamsten. Dieser Faktor wird durch die ungewohnte Doppelbelastung mit dem Europacup gegen Guimares stärker zu spüren sein. Außerdem wird Topscorer Aigner (34) auch nicht jünger. Mit Tajouri (Austria) ging ein besonders unberechenbarer Spieler verloren und auch die vielen Varianten von Canadi werden nicht ewig überraschen können. Altach wird sich aber auf ordentlichem Niveau im Liga-Mittelfeld einpendeln.

KURIER-Prognose: Platz 5

Das absolute Mittelmaß der Liga

Für die Wolfsberger hat die Saison längst begonnen. Der WAC eliminierte in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation den weißrussichen Klub Soligorsk und steht in Runde drei, wo mit Dortmund der attraktivste aller möglichen Gegner wartet. Trainer Kühbauer geht in seine dritte Saison mit den Kärntnern. Und wieder wird er mit dem WAC mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Mehr ist mit diesem Kader aber nicht drin.

Stärken

Mit Kofler und Dobnik stehen beim WAC gleich zwei überdurchschnittliche Torhüter im Kader. Die Balance zwischen Defensive und Offensive passt. Mit dem Schweden Hellquist könnte nach den Flops Simon und Oussalé ein Torjäger gefunden worden sein, der das Niveau des drittschwächsten Sturms der Liga heben sollte. Trainer Kühbauer agiert extrem flexibel, kann seine Mannschaft perfekt auf die jeweiligen Gegner einstellen.

Schwächen

Der Abgang von Abwehrchef Rnic wurde nicht kompensiert. Ersatzmann Drescher ist fußballerisch limitiert. Der Kader musste aus finanziellen Gründen verkleinert werden, das könnte bei Verletzungspech zu einem personellen Engpass führen. Kühbauer hat sein Temperament zwar schon gebremst, seine Privatfehden mit einigen Schiedsrichtern aber immer noch nicht beendet.

KURIER-Prognose: Platz 6

Ein Aufsteiger ohne Sorgenfalten

Nach zwei Jahren Pause ist das Burgenland wieder in Österreichs höchster Spielklasse vertreten. Mattersburg hat nach dem Abstieg 2013 den Aufstieg geschafft und das souveräner, als es der Mannschaft von Trainer Vastic zugetraut worden war. In der Sommerpause wurde wenig verändert. Die Stammkräfte sind alle geblieben, gekommen sind nur Perspektivspieler als Kaderergänzungen. Schon in den vergangenen Jahren hatte der Aufsteiger nie etwas mit dem Abstieg zu tun. Diese Tradition wird auch Mattersburg fortsetzen. Die Europacup-Qualifikation, die mit Admira, Grödig und Altach drei der letzten vier Aufsteiger schafften, wird aber kein Thema sein.

Stärken

Nachdem in der ersten Saison in der Ersten Liga nicht viel nach Wunsch gelaufen war, hielt der allmächtige Klubboss Pucher an Trainer Vastic fest und baute die Mannschaft kräftig um. Diese spielt nun bereits ein Jahr zusammen und geht mit dem Selbstvertrauen eines Meisters in die neue Saison. Die neue Mattersburger Mannschaft vereint interessante Spielertypen. Torhüter Kuster wird das Potenzial eines Nationalteamkeepers nachgesagt. Auch Flügelstürmer Onisiwo könnte einer der Stars der Bundesliga werden. Dazu zeichnet den Klub eine interne Ruhe aus, für die Präsident Pucher sorgt.

Schwächen

Einem Großteil der Mannschaft fehlt die Erfahrung in der obersten Spielklasse. Dies kann sich besonders in sportlich schwierigen Situationen negativ auswirken. Nicht alle Positionen sind doppelt besetzt. Besonders in der Innenverteidigung fehlt ein vierter Mann, der aber noch verpflichtet werden könnte. Trainer Vastic, der bei der Austria auch an der Personalpolitik von General Manager Thomas Parits gescheitert ist, ist nicht als Energiebündel bekannt. Wie der Ex-Teamstürmer reagiert, wenn die Mannschaft in eine Krise gerät, wird interessant werden.

KURIER-Prognose: Platz 7

Start mit ungewohnten Turbulenzen

Außergewöhnlich turbulent verläuft der Sommer bei der Liga-Konstanten Ried: Auf den emotionalen Abgang von Coach Oliver Glasner folgten Testspielniederlagen und sogar zwei Debakel gegen Boleslav (0:5) und Sparta Prag (1:8). „Wir waren damals nicht zu Tode betrübt und sind nach dem 15:0 gegen den SV Innsbruck im Cup auch nicht himmelhochjauchzend“, betont Langzeit-Manager Stefan Reiter vor dem Auftakt bei Angstgegner Rapid.

Stärken

Ried zählte vergangene Saison zu den laufstärksten Teams und wird auch heuer eine kampfkräftige Mannschaft stellen. Der neue Trainer Helgi Kolvidsson will die alten Rieder Tugenden „Kämpfen, Laufen und ehrlichen Fußball“ wieder stärker betonen. Dazu gibt es mit Kragl, Murg, Walch, Ziegl, Trauner und Elsneg Spieler, die für überdurchschnittliche Qualität stehen oder zumindest das Talent dazu haben.

Schwächen

Kolvidsson zählt zu den Nettesten seiner Zunft, konnte aber weder in Lustenau noch in Wiener Neustadt das gewisse Etwas vermitteln, für das Ried lange stand. Sollten die Anpassungsprobleme weitergehen, wird der Isländer nicht so viel Rückhalt spüren wie vor ihm die Vereinslegenden Glasner und Angerschmid. Das System soll ausgehend von einem 4-4-2 flexibler werden, wirkt aber (logischerweise) noch nicht ausgereift. Weil mit Thomalla erneut der Topscorer verlorenging, hängt viel von den neuen Stürmern Sikorski und Gavilan ab. Mehr Potenzial als bei Grödig und Admira ist im Kader jedenfalls vorhanden.

KURIER-Prognose: Platz 8

Eine Mission Possible zu Schöttels Wiedereinstieg

Auf Platz 3 im ersten Bundesliga-Jahr folgte Rang 8 vergangene Saison – die Tendenz beim Klub aus der kleinen Gemeinde südlich von Salzburg geht abwärts. Diesen Trend soll der neue Trainer stoppen: Peter Schöttel folgte in der Sommerpause auf Michael Baur. Der 48-jährige Wiener kehrt nach über zwei Jahren Pause in die Bundesliga zurück. Mit einer praktisch neuen Mannschaft soll Schöttel Grödig ein viertes Jahr in der Bundesliga ermöglichen. Platz 9 wird aber das höchste der Gefühle sein.

Stärken

Neue Besen kehren gut, heißt es. Dass Peter Schöttel bei kleinen Klubs erfolgreich arbeiten kann, hat er schon als Trainer von Wiener Neustadt bewiesen. Die Neuzugänge wie U-21-Teamspieler Derflinger und U-20-WM-Starter Rasner haben das Zeug, zu den Entdeckungen der Saison zu werden. Roman Wallner, von Ex-Coach Baur aussortiert, ist für zumindest zehn Saisontore gut, wenn er sich auf das Wesentliche konzentriert.

Schwächen

Der Abgang von Keeper Stankovic konnte nicht kompensiert werden. Die Tormänner Swete, Strasser und Schlager haben allesamt keine Erstliga-Erfahrung. Der Kader ist klein, sollte es einige Verletzte geben, wird es eng. Der Rasen im Das.Goldberg-Stadion ist dank der Red-Bull-Geldspritze kein Acker mehr, der Heimvorteil deshalb nicht mehr so groß wie früher.

KURIER-Prognose: Platz 9

Der programmierte Absteiger

Am letzten Drücker hat die Admira vergangene Saison den Klassenerhalt geschafft. Im Sommer haben mit Katzer, Kerschbaumer, Auer und Windbichler vier Leistungsträger die Südstadt verlassen, mit Neuhold und Starkl wurden nur zwei Talente geholt – mehr war finanziell nicht möglich, da neu aufgetauchte Schulden aus der Ära Trenkwalder abgebaut werden müssen. Dass die Admira nach dem Aderlass als Abstiegskandidat Nummer 1 gilt, ist auch für Ernst Baumeister „klar“. Der 58-Jährige betreut nun im Duo mit Oliver Lederer den Klub. Im Cupspiel in Schwechat machten das beide im Schichtbetrieb – einmal stand Baumeister, dann Lederer an der Outlinie. Zeitgleich dürfen sie keine Anweisungen erteilen, das verbieten die Regeln.

Stärken

Das Bewusstsein, Abstiegskandidat zu sein, könnte der größte Trumpf sein. „Wir können damit umgehen. Unsere Konkurrenten müssen das erst lernen“, sagt Baumeister. Seit 2012 geht es für die Südstädter ums Überleben. Drei Mal hat man den Klassenerhalt geschafft, obwohl der Kader immer jünger geworden ist. Die 15 Eigenbauspieler sind alle sehr gut ausgebildet. Die Mannschaft hat spielerische Qualität. Neuzugang Starkl könnte eine Entdeckung der Saison werden. In der Vorbereitung hat er gezeigt, dass er weiß, wie man Tore schießt.

Schwächen

Die Abgänge konnten nicht kompensiert werden, besonders die laufstarke Mittelfeldachse Windbichler/Kerschbaumer wird fehlen und kann intern nicht adäquat ersetzt werden. Viele wichtige Spieler sind verletzungsanfällig. Die Stürmer benötigen viel zu viele Chancen. Spieler wie Bajrami und Grozurek, die vergangene Saison von Rapid geholt worden sind, blieben bis jetzt viel schuldig und sind gefordert. In der Defensive ruht großer Druck auf Keeper Siebenhandl, der viel zu tun haben wird, um die Fehler der Vorderleute auszubessern.

KURIER-Prognose: Platz 10

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