APA12812710-2 - 19052013 - GRAZ - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Rubin Okotie (Sturm) mit dem Tor zum 1:0 gegen Thomas Gebauer (Ried) und Markus Groessinger (Ried) während der tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und SV Josko Ried am Sonntag, 19. Mai 2013, in Graz. APA-FOTO: ERWIN SCHERIAU

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Bundesliga
05/19/2013

Sturm schreitet Richtung Europa

Die Grazer gewinnen trotz nummerischer Überlegenheit nur knapp gegen die tapferen Rieder.

Markus Schopp darf sich über sein erstes Erfolgserlebnis als Trainer von Sturm Graz freuen. Die Steirer entschieden am Sonntag in der 34. Runde der Bundesliga das Duell um den vierten Platz gegen die SV Ried mit 3:1 (1:0) für sich und stießen auf einen Europacup-Platz vor.

Sturm tat sich allerdings gegen dezimierte Rieder schwer. Trotz zwei Mann mehr auf dem Platz - bei den Gästen sahen Karner (49. Spielminute) und Schicker (68.) Gelb-Rot brachte die Schopp-Truppe den Sieg erst in der Schlussphase unter Dach und Fach.

Stimmungsboykott

Sturm hatte die ersten drei Partien unter Neo-Trainer Schopp verloren und dabei ein Torverhältnis von 1:9 eingefahren. Die Grazer Hardcore-Fans hinter dem Tor reagierten mit einem Stimmungsboykott auf die Negativserie, auf dem Rasen war die Verunsicherung und das fehlende Selbstvertrauen in der Anfangsphase nicht zu übersehen. Die an vier Positionen umgestellten Grazer fabrizierten krasse Fehlpässe, Ried konnte davon allerdings kein Kapital schlagen.

Die Oberösterreicher hatten durch einen Hadzic-Kopfball aus kurzer Distanz eine einzige große Chance in der ersten Halbzeit (28.), danach übernahmen die Heimischen das Kommando. Und kamen nach einer Standardsituation auch zur Führung. Nach einem Kröpfl-Eckball kamen die beiden Innenverteidiger Feldhofer und Vujadinovic quasi gemeinsam zum Kopfball, den abspringenden Ball beförderte der bedrängte Grössinger vor Sturm-Angreifer Okotie ins eigene Tor (36.).

Ranftl (38.) und Kröpfl, der nach einem Grössinger-Handspiel Elfmeter reklamierte statt auf das Tor zu ziehen (45+2), hätten sogar für eine höhere Pausenführung sorgen können. Dennoch schien Sturm auf gutem Weg zum Sieg, zumal Rieds Karner wegen Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog (49.).

Rieder Moral

Doch in Unterzahl übernahmen die Oberösterreicher plötzlich das Kommando, kamen zu einigen Chancen und durch einen herrlichen Außenrist-Schuss von Gartler ins Kreuzeck sogar zum Ausgleich (61.).

Danach erfing sich Sturm, Ranftl und Weber vergaben ihre Chancen. Nachdem auch Schicker - nach eine harten Entscheidung - vorzeitig unter die Dusche musste, scheiterte zunächst zweimal Okotie, ehe Vujadinovic zuschlug. Ciftci fixierte aus Abseits-Position in der Nachspielzeit den Endstand.

Sturm (48 Punkte) feierte damit im vierten Saisonduell mit den Innviertlern den vierten Sieg, löste den WAC (47) auf Rang vier ab und hat damit gute Chancen auf einen Platz in der Europa-League-Qualifikation.

Tabelle der tipp3 Bundesliga

Sturm - Ried 3:1

SK Sturm Graz - SV Ried 3:1 (1:0)
Graz, UPC-Arena, 7.895, SR Hameter

Tore:
1:0 (36.) Grössinger (Eigentor)
1:1 (61.) Gartler
2:1 (84.) Vujadinovic
3:1 (93.) Ciftci

Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Feldhofer, Vujadinovic, Klem - Madl, Weber - Ranftl (78. Ciftci), Sukuta-Pasu (56. Bukva), C. Kröpfl (64. Koch) - Okotie

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Karner - Grössinger (46. Hammerer), Hadzic, Schicker - Walch, Zulj, Meilinger (72. Schreiner) - Gartler (81. Vastic)

Gelb-Rot: Karner (49./Handspiel), Schicker (68./Foul)

Gelbe Karten: Kröpfl, Okotie, Klem, Madl bzw. keine

Man hat gemerkt, dass Sturm verunsichert ist

Markus Schopp (Trainer Sturm Graz): "Wir wussten, dass es kein leichtes Spiel wird. Aufgrund der letzten Negativergebnisse war die Mannschaft verunsichert. Die Mannschaft hat zwar Fehler gemacht, ich glaube aber, dass der Sieg aufgrund der zweiten Hälfte verdient war. Wir wissen, dass wir noch Luft nach oben haben."

Michael Angerschmid (Trainer Ried): "Wenn ich das Spiel nüchtern analysiere, muss ich sagen, dass wir die erste Halbzeit nicht unser Spiel gespielt haben. Man hat gemerkt, dass Sturm verunsichert ist, aber wir haben zu viele Fehler gemacht, sind nie richtig vorne reingekommen, dass wir Sturm wehtun können. Mit einem weniger haben wir ganz gut gespielt, aber es ist bitter, wenn man immer wieder durch solche Entscheidungen verliert. Es war nicht das erste Mal heuer."

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