Sport | Fußball 16.03.2012

Bundesliga: Spitze gegen Keller

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Auf Salzburg, Rapid und Austria warten Samstag die letzten drei. Für die Spitzenklubs sind das aber keine Jausengegner.

Pflichtsiege, wohin das Auge reicht. Das punktegleiche Spitzentrio – bestehend aus Salzburg, Rapid und der Austria – trifft am Samstag auf die drei Nachzügler Kapfenberg, Mattersburg und Wr. Neustadt. Bereits am Mittwoch gibt es eine Fortsetzung im Duell Groß gegen Klein, nur die Gegner werden durchgetauscht .

Vor einigen Jahren wäre ein Punkteverlust gegen die Abstiegskandidaten noch eine handfeste Überraschung gewesen, mittlerweile tun sich alle Titelkandidaten schwer, ihre Pflichtsiege einzufahren. Wie wichtig gerade die Erfolge gegen die Außenseiter sind, hat Sturm letzte Saison bewiesen. Die Grazer spielten zwar selten meisterlich, verloren aber keine Partie gegen einen der letzten drei. Das brachte gegen die Kleinen die meisten Punkte und so den Titel.

Umfaller

"Da so viele Spitzenspiele remis enden, sind die fix eingeplanten Siege besonders wichtig", erklärt Rapid-Trainer Peter Schöttel, der im Hanappi-Stadion (16.000 Tickets sind verkauft) gegen Mattersburg einen Sieg fordert und die Offensive mit Rene Gartler verstärkt. Rapid hat gegen Nachzügler bisher nur drei Partien gewonnen, aber dennoch mit 13 Punkten aus sieben Spielen mehr Zähler gemacht als die beiden Konkurrenten.

Bereits 2011 passierten der Austria immer wieder Umfaller gegen die Kleinen. Von sechs Spielen konnten nur zwei gewonnen werden, gegen den heutigen Gegner Wr. Neustadt ist man sieglos. Im Frühjahr setzte es dann auch noch eine 0:1-Heimpleite gegen Kapfenberg. Mit nur zehn Punkten aus sieben Spielen ist Austria deshalb auch der schwächste Titelkandidat in den Duellen mit den Nachzüglern.

Salzburg hat als einziges Team zwei Spiele (0:3, 0:1 gegen Mattersburg) gegen die Nachzügler verloren, aber auch drei Spiele klar gewonnen, darunter beide Partien gegen den heutigen Gegner Kapfenberg (3:1, 6:0).

Sind die Guten so schwach, oder die Schlechten so stark? Auf jeden Fall dürften Österreichs Spitzenteams mit 38 Punkten in 24 Spielen in anderen Ligen nicht mehr vom Titel träumen (siehe Hintergrund).

Hausgemachtes Problem

Im internationalen Vergleich schwach schneidet auch der Zustand der Spielfelder ab. "So schlecht wie jetzt war der Rasen im Hanappi-Stadion in den letzten Jahren nicht", meint Steffen Hofmann.

Hat die Stadionverwaltung die Arbeit bereits eingestellt, weil ab Sommer der Verein den Rasen selbst pflegt? "Nein", sagt Manager Werner Kuhn. "Es wurde nur besonders intensiv auf dem Stadionrasen trainiert."

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Erstellt am 16.03.2012