Sport | Fußball 02.03.2015

Sperre für Beric und die Fans gegen Altach

Fürs Archiv: Am Mittwoch kann es keine Bilder mit den Rapid-Fans geben, weil der Block gesperrt wird. © Bild: Agentur Diener/DIENER / Philipp Schalber

Der Goalgetter sitzt am Mittwoch auf der Tribüne, die Fanszene will gar nicht ins Stadion.

Eigentlich steht mit Rapid – Altach am Mittwoch ein echter Schlager auf dem Programm: Der Zweite gegen den Dritten im Duell um den zusätzlichen Champions-League-Startplatz. Die Stimmung im Prater (19 Uhr) könnte aber mau werden. Denn der traditionell gut gefüllte Rapid-Fanblock in den Sektoren C/D ist gesperrt. Das ist die logische Konsequenz aus der Pyro-Show beim Frühjahrsstart gegen Ried, mit der die ursprünglich bedingte Strafe (wegen den Derby-Krawallen aus dem Herbst) schlagend wurde.

Rapid hätte die Sanktionen noch hinauszögern können, zog den Protest aber zurück, sobald das "Hochrisikospiel" gegen Sturm friedlich über die Bühne gebracht worden war. "Die Chancen auf Strafmilderung wären ohnehin gegen Null gegangen", erklärt Vizepräsident und Klubjurist Nikolaus Rosenauer.

Um 15 Euro werden nun im Sektor A den Anhängern aus dem Fanblock Karten angeboten, weil ihre Abos gegen Altach keine Gültigkeit haben. Ob der harte Kern auch kommt, ist fraglich. Denn das Allerheiligste – die Transparente und Fahnen – sollen draußen bleiben. Das Gegenargument der Fanszene: Werden den Kindern im Familiensektor auch die Fahnen abgenommen? Sollte die Liga hart bleiben, werden wohl 2000 bis 3000 Fans nur vor und nicht im Stadion stehen.

Ebenfalls offen ist das Gelingen des geplanten Sicherheitsgipfels am Mittwoch. Die Fanszene fühlt sich von der Exekutive schikaniert und will deshalb nicht mit der Polizei am runden Tisch sitzen.

Seltsame Serie

Gegen Sturm sahen die 15.200 Besucher anfangs die besten 20 Minuten von Rapid im Frühjahr. Die "miese Chancenauswertung" ließ Zoran Barisic aber schon befürchten, seine Mannschaft lege es auf "einen Herzkasperl" beim Trainer an. Und so war es abermals Robert Beric, der mit dem 1:0 die Punkte für Rapid sicherte.

Auf das dritte Tor im dritten Ligaduell mit dem Ex-Klub folgt aber auch die dritte Sperre des Slowenen gegen Altach. Immerhin nicht wegen einer Roten Karte, sondern wegen der fünften Gelben. Das Ball-Wegschießen knapp vor Schluss wird eine interne Geldstrafe zur Folge haben – und vermutlich Deni Alar als Mittelstürmer gegen den Aufsteiger.

Erstellt am 02.03.2015