20.07.2013 Niederoesterreich; Fussball; Wiener Neustadt; Bundesliga SC Wiener Neustadt - FC Red Bull Salzburg Kevin Kampl, Christoph Freitag Copyright DIENER / Eva Manhart Marktgasse 3-7/4/5/21 A-1090 Wien Telefax +43 1 955 32 35 Mobil +43 676 629 98 51 BA CA Bank Nr. 12000 Account Nr. 00712 223 783 e-mail: agentur@diener.at Datenbank: www.diener.at

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Torfabrik
07/22/2013

Salzburger Selbstkritik nach Traumstart

Kevin Kampl erzielte in Wiener Neustadt zwei Tore und war dennoch nicht ganz zufrieden.

von Stephan Blumenschein

Selbstkritik ist wichtig. Aber wenn eine Mannschaft im ersten Saisonspiel mit 5:1, und das noch dazu auswärts, gewinnt, dann kommt diese doch überraschend. Besonders ein Salzburger fand durchaus kritische Worte über die eigene Leistung beim Kantersieg in Wiener Neustadt: der Doppel-Torschütze Kevin Kampl.

„Man muss sagen, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit das nicht durchgebracht haben, was wir eigentlich wollten. Da sind uns einige zu leichtfertige Fehler passiert“, meinte der in Deutschland geborene Slowene, der Verbesserungspotenzial ortete: „Daran müssen wir arbeiten. Aber natürlich muss man mit einem 5:1 zufrieden sein.“

Trainer Roger Schmidt lobte einerseits seine Spieler: „Wir waren über das gesamte Spiel die bessere Mannschaft.“ Andererseits fand aber auch der Deutsche kritische Worte: „Ich habe schon Dinge gesehen, wo wir nicht so diszipliniert waren, besonders gegen den Ball. Das Attackieren im hohen Tempo funktioniert nur, wenn alle zu 100 Prozent mitmachen. Der eine oder andere Spieler hat das nicht gemacht. Und deshalb haben wir dem Gegner das eine oder andere Mal die Gelegenheit gegeben, sich zu befreien.“

Besonders ein Salzburger scheint sich in Wiener Neustadt wohl zu fühlen: Jonatan Soriano. Am Samstag erzielte er drei Treffer, einer war schöner als der andere. Damit schraubte er seine Torbilanz in diesem Stadion auf schon acht Tore in gerade einmal vier Spielen: „Das ist nur Zufall. Ich habe gar nicht gewusst, dass ich gerade in Wiener Neustadt schon so viele Treffer erzielt habe. Im Spiel habe ich auch überhaupt nicht daran gedacht“, meinte der bescheidene Torjäger, der seit dieser Saison die Salzburger ja auch als Kapitän auf das Spielfeld führt.

Lernphase

0:3, 0:6, 1:5 – die Heimbilanz des Salzburgers Heimo Pfeifenberger als Trainer von Wiener Neustadt gegen Salzburg ist katastrophal. Und trotzdem spielt er gerne gegen seinen Ex-Verein, bei dem er ja auch die Akademie geleitet hatte: „Genau gegen so einen Gegner können unsere Burschen sehr viel lernen“, meint Pfeifenberger, der Salzburg stärker einschätzt als in der vergangenen Saison: „Sie sind super in Schuss. Das merkt man bei jeder Bewegung, bei jedem Dribbling und auch beim Defensivverhalten.“

Ob dem wirklich so ist, werden schon die nächsten beiden Heimspiele beweisen – am Samstag kommt Meister Austria, am 31. Juli folgt dann das Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Fenerbahçe Istanbul.

Ob dann ein neuer Innenverteidiger bei den Salzburgern dabei sein wird, scheint immer fraglicher. Jedenfalls, wenn man den Aussagen von Roger Schmidt glauben schenken darf: „Unsere Spielweise ist nicht sofort übertragbar auf einen neuen Spieler. Wenn man jetzt einen Innenverteidiger holt, der muss sich schon taktisch anders verhalten als bei den meisten anderen Klubs. Unsere Innenverteidiger wissen schon, wie wichtig es ist, dass sie vor- und durchdecken. Das haben Martin Hinteregger und Andre Ramalho richtig gut verinnerlicht. Sie sind eingespielt“, lobt der Deutsche.

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