© Christina Pertl (vormals Leitner)

Bundesliga
02/03/2014

Rasenheizung geht vor

Österreichs Bundesliga-Trainer sprechen sich für die Rasenheizung aus.

Der SV Ried hat es vorgezeigt. Der Fußball-Bundesligist schaffte es als kleiner Verein sich nicht nur aus sportlicher Sicht im Oberhaus zu etablieren, sondern auch die entsprechende Infrastruktur zu schaffen. Zu Saisonbeginn wurde als jüngstes Highlight das Rasenheizungsprojekt abgeschlossen. Die Bundesliga-Trainer würden eine solche Einrichtung gerne in jedem Bundesligastadion sehen.

"Für mich ist es der falsche Weg, dass man immer sagt, jetzt spielt man einmal oben und dann investiert man in die Infrastruktur.", sagt Ried-Coach Michael Angerschmid Klartext. Er hofft dabei in Zukunft auf ein Umdenken bei den Klubs. "Wenn ich da dabei sein will, dann muss ich halt das nötige Geld investieren", ergänzte der Oberösterreicher.

"Zuerst Infrastruktur, dann der Rest"

Rieds Trainer würde sich daher über eine Rasenheizungspflicht freuen. Diesbezüglich wurde im Jänner in einer Bundesliga-Aufsichtsratssitzung ein erster Schritt gemacht. In der nächsten Hauptversammlung soll der verpflichtende Einsatz von Rasenheizungen ab 2016/17 beschlossen werden.

"Es kann nur eine Lösung geben, es sollte jeder Klub eine Rasenheizung haben", sagte Salzburgs Trainer Roger Schmidt. Dieser Meinung sind auch Rapids Zoran Barisic, Austrias Nenad Bjelica und Sturms Darko Milanic.

Von den aktuellen Topteams fehlt nur dem Aufsteiger Grödig eine Rasenheizung. "Dass wir infrastrukturell in Österreich nicht Bundesliga-tauglich sind, wissen wir auch", sagte Adi Hütter. Der Coach des Aufsteigers ist ebenso ein klarer Befürworter von Rasenheizungen.

„Egal ob arm oder reich“

Neben Grödig besitzen auch der WAC, Wiener Neustadt und Admira Wacker Mödling noch kein beheizbares Grün. Admiras Walter Knaller schließt sich der Meinung seiner Kollegen an und spricht sich für eine Rasenheizung im Zuge von Förderungen aus.

"Es wäre von der Professionalität her auf jeden Fall besser, aber man muss auch einen Klub verstehen, der kleiner ist und erst wachsen muss", meinte der WAC-Coach. Der Burgenländer meint, dass eine Rasenheizung kein Allheilmittel sei. "Ich habe schon Klubs erlebt, die trotz Rasenheizungen nicht spielen haben können."

Das war etwa in der Vergangenheit bei Wacker Innsbruck der Fall. Tirols Neo-Trainer Michael Streiter ist der Meinung, dass bei der EURO 2008 eine große Chance vergeben wurde. "Da wäre mehr möglich gewesen, dass die UEFA Mittel zur Verfügung stellt, damit man Plätze bekommt, die beheizt sind. Da wurde nicht über den Tellerrand hinausgeschaut, was aber für die Bundesliga wichtig gewesen wäre", kritisierte der Tiroler. Trotzdem müsse man jetzt in die Richtung gehen, dass man nur mit einer Rasenheizung in die höchste Liga kommen könne.

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