Louis Schaub verlor mit Rapid.

┬ę APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Bundesliga
07/31/2016

Rapid verliert bei Angstgegner Altach

Der K.o.-Schlag kam zur Rapid-Viertelstunde.

Wenn man sich bei Altach einen Gegner aussuchen d├╝rfte, dann w├╝rde die Wahl wohl auf Rapid fallen. Der Rekordmeister garantiert nicht nur volle Trib├╝nen, die Wiener waren f├╝r die Vorarlberger in der Vergangenheit auch stets ein verl├Ąsslicher Punktelieferant. Gegen kein anderes Team kann Altach eine so positive Bilanz vorweisen, mit mittlerweile acht Siegen ist Rapid der erkl├Ąrte Lieblingsgegner der Canadi-Truppe. In der letzten Saison war den H├╝tteldorfern in den beiden Gastspielen im L├Ąndle nicht einmal ein Tor gelungen.

Der Angstgegner aus der 6000-Seelen-Gemeinde lehrte Rapid auch diesmal das F├╝rchten. Der Euphorie ├╝ber das 5:0 zum Auftakt gegen Ried folgte nun die Ern├╝chterung: Die Rapidler mussten einmal mehr Altach als Verlierer verlassen. Salomon erzielte p├╝nktlich zu Beginn der Rapid-Viertelstunde das Siegestor (75.), Lob geb├╝hrt freilich auch Oberlin, der den Treffer mit einem sehenswerten Fersler vorbereit hatte.

Schwache Premiere

Bei den Rapidlern stand Neuzugang Traustason erstmals in der Startelf, der Isl├Ąnder hatte bei seinem Deb├╝t sichtlich noch Anpassungsprobleme. Der EM-Starter fiel in der Anfangsphase vor allem dadurch auf, dass er immer wieder auf dem Hosenboden lag, offenbar hatte er sich in der Schuhwahl vergriffen.

Rapid tat sich wie ├╝blich ├Ąu├čerst schwer mit den Altachern, die sehr diszipliniert agierten und den G├Ąsten wenig Raum zum Kombinieren lie├čen. Bei den Offensivaktionen fehlten Rapid das Gl├╝ck und die Pr├Ązision: Schrammels gefinkelter Au├čenrist-Schlenzer landete an der Stange (27.), und Schwab drosch den Ball freistehend weit ├╝bers Tor (41.).

Die Konsequenz und Konzentration, die Trainer B├╝skens vor dem Gastspiel in Altach einforderte, lie├čen die Rapidler mitunter auch in der Defensive vermissen. Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Abwehrchef Sch├Âsswendter reagierte Harrer am Schnellsten ÔÇô sein Heber aus 30 Metern Entfernung ging ├╝ber Rapid-Goalie Novota hinweg an die Latte (24.).

Kurz nach Seitenwechsel hatte Traustason im str├Âmenden Regen seinen einzigen sehenswerten Auftritt und die F├╝hrung auf dem Fu├č ÔÇô er schob den Ball allerdings an die Stange (51.).

Die Altacher zeigten sich davon freilich unbeeindruckt und setzten ihre Taktik der Nadelstiche munter fort. Vor allem, wenn die Hausherren ├╝ber die Seite angriffen, wurde es f├╝r die Rapid-Abwehr gef├Ąhrlich. Nach einem dieser schnellen Vorst├Â├če ├╝ber die Fl├╝gel landete der Ball im Netz, Schiri Eisner versagte dem Tor von Harrer wegen einer Abseitsstellung von Dovedan die Anerkennung (57.).

Starke Joker

Im Finish bewies Altach-Trainer Canadi mit seinen Einwechslungen ein gl├╝ckliches H├Ąndchen. Das entscheidende Tor war eine Co-Produktion der Joker Oberlin und Salomon.
Rapid konnte in der Rapid-Viertelstunde hingegen nicht mehr zusetzen. Mehr als ein Abseitstor des schwachen Joelinton kam nicht heraus.

Tabelle

SCR Altach - SK Rapid Wien 1:0 (0:0)

Cashpoint-Arena, 6.237 Zuschauer, SR Eisner.

Tor: 1:0 (75.) P. Salomon

Altach: Lukse - Lienhart, J├Ąger, Netzer, Zech, Galvao - D. Luxbacher (71. P. Salomon), Prokopic, Dovedan (60. Oberlin) - Ngwat-Mahop, Harrer (81. Zivotic)

Rapid: Novota - Pavelic, Sch├Â├čwendter, M. Hofmann, Schrammel - Grahovac (77. Murg), Schwab - Schobesberger, Schaub (77. Entrup), Traustason (63. Szanto) - Joelinton

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