Sport | Fußball
31.05.2016

Bundesliga beschließt Liga-Reform ab 2018/19

Zwölf Vereine bilden ab 2018/’19 die oberste Spielklasse, 16 spielen in der zweithöchsten.

Die Würfel sind gefallen, Bundesliga und ÖFB haben das neue Ligen-Format beschlossen, das ab der Saison 2018/’19 Gültigkeit haben soll. Nur Kapfenberg, Lustenau und Mattersburg haben gegen folgenden Beschluss gestimmt: Zwölf Profiklubs bilden die oberste Spielklasse, in der zweithöchsten gibt es 16 Teilnehmer, wobei es den Vereinen vorbehalten ist, als Profi-, Halbprofi- oder Amateurklubs an den Start zu gehen. Dazu dürfen bis zu drei Amateurteams von Profiklubs mit dabei sein.

Einige Details sind noch nicht entschieden. Das soll im Herbst dieses Jahres geschehen. Liga-Präsident Hans Rinner: "Manchmal im Leben muss man einen kleinen Schritt zurückgehen, um einen großen nach vorne machen zu können."

Klingt zumindest gut.

ÖFB-Präsident Leo Windtner verspricht, dass der ÖFB den Beschluss mitträgt: "Wir müssen alles unternehmen, dass unsere Liga dem internationalen Vergleich besser standhält." Aber er warnt: "Die zweite Spielklasse darf keine Patientenliga werden."

Play-off

Liga-Vorstand Christian Ebenbauer geht davon aus, dass das neue Format nach dem Grunddurchgang in der Play-off-Variante zu Ende gespielt wird. Dies wurde aber noch nicht beschlossen. Noch unklar ist auch die künftig wichtige Definition von Profi, Halbprofi oder Amateurfußballer. Jedenfalls gibt es allein für einen Profi-Kicker drei verschiedene Interpretationen nach Kollektivvertrag, ÖFB-Regulativ oder Wartungserlass. Der KV sieht ein Bruttogehalt von 1200 Euro pro Monat vor. Das ÖFB-Regulativ bezeichnet einen Spieler dann als Profi, wenn sein Gehalt höher ist als seine Aufwendungen – ein dehnbarer Begriff. Der Wartungserlass gesteht einem Profi 1500 Euro brutto im Monat zu. Hat ein Verein 50 Prozent Profis im Kader, muss er den Betrieb ausgliedern in eine Kapitalgesellschaft.

Die zweite Liga wird zu Übergangsliga zwischen Profi- und Amateurfußball. Windtner: "Sie wird der Schlüssel, ob das Format ein Erfolg wird. Diese Liga muss wirtschaftlich abgesichert werden." Fördertöpfe sollen helfen. Gelder gibt es für die Teilnahme, für das Einsetzen österreichischer U-22-Spieler und dann, wenn ein Klub den Antrag für die Lizenz der höchsten Liga stellt.

Sponsor

Positiv wertet tipico-Vorstand Christian Gruber den Beschluss zur Veränderung. Noch ein Jahr lang läuft der Vertrag des Wettanbieters mit der Liga. Interesse zur Verlängerung sei vorhanden. "Diese Reform kann aber nur ein Baustein sein. Wenn man drei bis vier Jahre zurückschaut, dann hat es kein Wachstum gegeben." Um dieses zu erzielen, müsse vor allem in die Infrastruktur investiert werden. "Da geht es um die Stadien, den Komfort und die Anfahrt für die Fans. Der österreichische Fußball hätte sich mehr Zuschauer verdient", sagt der Deutsche.

tipico Bundesliga:
Red Bull Salzburg
Rapid Wien
Austria Wien
Admira Wacker
Sturm Graz
Wolfsberg
SV Ried
SCR Altach
SV Mattersburg
SKN St. Pölten

Saisonstart: Wochenende 23./24. Juli

Sky Go Erste Liga:
LASK
Wacker Innsbruck
FC Liefering
Austria Lustenau
Kapfenberger SV
FAC
SV Horn
WSG Wattens
Blau-Weiß Linz

Saisonstart: Freitag 22. Juli