Schwierige Platzverhältnisse in Graz.

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Bundesliga
09/13/2014

Admira siegt bei Sturm Graz

Die Niederösterreicher setzen sich in Graz mit 2:0 durch und schieben sich auf Rang drei vor.

Schiedsrichter Schörgenhofer ist offenbar kein Freund eines gepflegten Rasens. Dem nach dem Dauerregen aufgeweichten Boden in der Grazer UPC-Arena mutete der Vorarlberger die Beanspruchung eines Fußballspieles zu. Nicht ohne Folgen: Die Spieler von Sturm und Admira ackerten den Rasen kräftig um. Erfolgreicher machten das die Gäste, die mit einem 2:0 - nach dem 2:1 gegen die Austria - den zweiten Erfolg in Folge feierten.

Im Spiel der Nachbarn im Tabellenmittelfeld versteckten sich die Admiraner, die seit fast zwei Jahren in der Bundesliga gegen die Grazer nicht verloren hatten, von Beginn an nicht – sondern spielten nach einer ausgeglichenen Startviertelstunde locker drauf los.

Getümmel

Salzburg-Bezwinger Sturm wirkte überraschenderweise überrascht. Logische Folge war die Führung der Gäste: Nach einem Getümmel traf Zwierschitz (40.). Unumstritten war das Tor nicht: Katzer stand nämlich im Abseits. Möglicherweise war dieses auch aktiv, weil er einem Sturm-Spieler die Sicht verstellt haben könnte.

Das war allerdings nicht die einzige umstrittene Entscheidung von Schörgenhofer: Schon davor hatte er ein Foul von Madl als letzter Mann gegen den durchbrechenden Lackner nur mit der Gelben Karte geahndet (11.).

Nach der Pause war die Admira klar besser. Auer hätte schon das 2:0 erzielen müssen, traf aber nur die Stange (54.). Sechs Minuten später machte es Thürauer besser, der Kapitän traf mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern ins Kreuzeck (60.). Damit haben gestern die beiden Ex-St.-Pöltner im Admira-Dress getroffen.

Die Südstädter sind nach dem dritten Saisonsieg vorerst einmal Tabellen-Dritter.

Ergebnis und Tabelle

SK Sturm Graz - FC Admira Wacker Mödling 0:2 (0:1)

Graz, UPC-Arena, 6.893 Zuschauer, SR Schörgenhofer.


Tore: 0:1 (40.) Zwierschitz
0:2 (60.) Thürauer

Sturm: Pliquett - Todorovski, Barbaric, Madl, Klem - Piesinger (73. Lovric), Offenbacher - Schick, Beichler (59. Tadic), M. Stankovic (59. Schloffer) - Djuricin

Admira: Leitner - Zwierschitz, Schößwendter, Katzer, Wessely - Lackner (79. Domoraud), Toth (46. Windbichler) - Bajrami, Thürauer, Auer - Schicker (61. Sulimani)

Gelbe Karten: Madl bzw. Lackner, Bajrami, Katzer

Tabelle

Knaller: "Wir haben ein gewisses Draufgängertum"

Darko Milanic (Trainer Sturm Graz): "Wir haben 35 Minuten gut gespielt, aber ohne Effizienz. Bis zum ersten Tor haben wir das Spiel im Griff gehabt. In der zweiten Hälfte haben wir viel zu wenig gemacht und waren auch viel zu langsam am Ball. Wir haben keine Kontinuität."

Walter Knaller (Trainer Admira Wacker): "Wir haben ein gewisses Draufgängertum, das kann halt manchmal auch nach hinten losgehen. Letzte Woche konnten wir durchatmen, heute schon wieder. Wir können in der Liga alle Gegner schlagen, aber auch gegen alle verlieren. In allen Spielen müssen wir ans Limit gehen und uns vieles erlaufen. Aufgrund der tiefen Platzverhältnisse haben wir heute oft mit langen Bällen operiert und haben uns viele zweite Bälle erkämpft. Ich bin glücklich über die letzten zwei Siege. Das Spiel ist wie erwartet verlaufen. Wir haben in der ersten Halbzeit oft in letzter Instanz gerettet. In der zweiten Hälfte waren wir offensiver und haben mit hohem Laufpensum das Spiel im Griff gehabt."

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