Bundesliga: 62 Stadionverbote verhängt

Am Montag treffen sich Klubspitze und Fans.
Foto: apa

32 Platzstürmer dürfen zwei Jahre nicht ins Stadion, 30 je eines. Am Montag kommt es zur Aussprache zwischen Klub und Fans.

67 Tage nach dem Abbruch im Derby vom 22. Mai haben es Bundesliga, Rapid und Exekutive doch geschafft. Am Donnerstag wurden 62 österreichweite Stadionverbote für identifizierte Platzstürmer ausgesprochen. Bisher gab es Hausverbote als provisorische Lösung.

Gute Figur gaben die Verantwortlichen bei der Beschlussfassung aber nicht ab. Die angekündigte Höchststrafe von zehn Jahren konnte nicht ausgesprochen werden, weil der Strafrahmen erst 17 Tage nach dem Platzsturm erhöht wurde. "Wir mussten die zum Tatzeitpunkt geltenden Gesetze anwenden", erklärt Christian Ebenbauer von der Bundesliga.

Deshalb bekamen 32 Platzstürmer für zwei Jahre Stadionverbot, 30 für eines. Drei Fans wurden freigesprochen, weil sie gar nicht im Stadion waren, oder deeskalierend eingegriffen haben. Zwölf Verfahren laufen noch.

Ein Protest ist möglich, schiebt die Strafe aber nicht auf. Die Exekutive will noch weitere Platzstürmer ausforschen.

Verspätete Aussprache

Erst am Montag kommt es zu einer weiteren Aussprache zwischen den Rapid-Verantwortlichen und beleidigten Hardcore-Fans. "Ich hätte gerne vor dem Sonntagsspiel gegen Ried eine Lösung gesucht, das wurde von den Fanvertretern leider abgelehnt", erzählt Klubservice-Leiter Andy Marek.

In der Mannschaft herrscht hingegen blendende Stimmung. Nach dem 4:1 gegen Valencia wurde am Donnerstag auf hohem Niveau trainiert. Christoph Saurer musste nach einem Hexenschuss pausieren, Deni Alar bekam einen Tag Pause.

(kurier) Erstellt am
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