Buffon wettert gegen Italiens Politik

Anders als hier im Bild gibt es für die italienische Politik von Buffon "Daumen runter".
Foto: apa

Italiens Star-Torhüter beschuldigt die Politik, mit dem Fußballerstreik "von realen Problemen ablenken zu wollen".

Italiens Teamkapitän Gianluigi Buffon hat die Politik für den Streik in der italienischen Serie A mitverantwortlich gemacht. Diese habe maßgeblichen Anteil daran, dass der Streit zwischen der Fußballer-Gewerkschaft (AIC) und der Liga eskaliert sei, meinte der 33-jährige Torhüter von Juventus Turin.

"Ich habe den Verdacht, dass hinter der ganzen Geschichte die Absicht steckt, die Menschen vor den realen Problemen des Landes abzulenken", sagte Buffon der Gazzetta dello Sport im Trainingslager der "Azzurri" in Coverciano bei Florenz. "Wenn in Italien politische Konfusion herrscht, wird zwei Wochen lang Staub rund um den Fußball aufgewirbelt."

Geplanter Start am 10. September

Die Gewerkschaft hatte am Freitag einen Spielerstreik zum Saisonauftakt ausgerufen. Der Verband sagte die erste Runde daraufhin ab. Spieler und Vereine streiten über die Frage, ob Clubs in Ungnade gefallene Profis auch nur mit der Reserve trainieren lassen dürfen. Außerdem fordert die Liga eine schriftliche Erklärung, dass die Spieler eine bevorstehende Solidaritätssteuer für Besserverdiener selbst abführen, was die Kicker verweigern.

Die Liga soll nun mit der zweiten Runde am 10. September starten. Zuvor spielt das Nationalteam in der EM-Qualifikation am Freitag auf den Färöern und am Dienstag zu Hause gegen Slowenien.

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(apa / baf) Erstellt am
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