Sport | Fußball
02.12.2017

Medien: Köln trennt sich von Stöger

Nach dem 2:2 bei Schalke berichtet der Express von der Ablöse des Wieners.

Der 1. FC Köln und Trainer Peter Stöger gehen nach Informationen des Kölner „Express“ ab sofort getrennte Wege. Stöger habe seiner Mannschaft am Samstagabend wenige Minuten nach dem 2:2 (0:1) am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim FC Schalke 04 seinen Abschied verkündet, berichtet die Zeitung. Auch Stögers Co-Trainer Manfred Schmid werde den Verein verlassen. Interimsweise soll U19-Coach Stefan Ruthenbeck mit Co-Trainer Kevin McKenna übernehmen.

Stöger selber hatte sich unmittelbar nach dem Spiel noch zurückhaltend geäußert. Auf seine Zukunft angesprochen, sagte er dem TV-Sender Sky: „Mal sehen, was jetzt passiert.“ Er gehe davon aus, dass zeitnah „eine Entscheidung getroffen wird“. Im "Express" klang das anders. "Es ist eine Entscheidung gefallen. Die Mannschaft ist darüber informiert worden", wurde Stöger in der Zeitung zitiert.

Bayern siegen 3:1

Der FC Bayern hat in der deutschen Fußball-Bundesliga einen Ausrutscher von Verfolger Leipzig ausgenutzt. Während die Münchner am Samstag im Heimspiel gegen Hannover mit 3:1 (1:1) siegten, kassierte RB-Coach Ralph Hasenhüttl mit seinem Team ein deutliches 0:4 (0:1) bei Hoffenheim. Die Bayern liegen nach 14 Runden an der Spitze nun sechs Zähler vor dem Rivalen.

Erfolgserlebnisse gab es für Michael Gregoritsch. Der ÖFB-Teamstürmer gewann mit dem FC Augsburg in Mainz mit 3:1 (2:0) und war dabei an zwei Toren maßgeblich beteiligt. Die Führung der Gäste besorgte Gregoritsch selbst, den Elfer zum 2:0 holte der Steirer heraus. Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund trennten sich mit einem 1:1 (1:0). Werder Bremen bezwang Stuttgart daheim mit 1:0 (1:0) und machte Boden auf die Nicht-Abstiegsränge gut.

Die Bayern rehabilitierten sich für die jüngste Niederlage in Mönchengladbach. Kingsley Coman gelang das vorentscheidende 2:1 in der 67. Minute, Robert Lewandowski besorgte im Finish per Foul-Elfmeter die Entscheidung (87.). Der eingewechselte Hannoveraner Martin Harnik hatte Coman davor im Strafraum von den Beiden geholt. Bei den Münchnern wurde der zuletzt verletzte David Alaba zehn Minuten vor Spielende eingetauscht, Marco Friedl saß auf der Bank.

Die Hausherren hatten durch Arturo Vidal (17.) vorgelegt, sich durch Charlison Benschop (35.) aus einem Eckball aber den Ausgleich eingefangen. Hannover hatte bereits zuvor durch Niclas Füllkrug einen Elfmeter vergeben (28.). Bei den Bayern gab Thomas Müller sechs Wochen nach seinem Muskelfaserriss ein Comeback. Der Offensivmann zog mit seinem 410. Pflichtspiel für den FCB mit Lothar Matthäus gleich.

Leipzig kassiert vier Tore

Leipzig ging bei Hoffenheim unter, fing sich die Tore nach der Pause vor allem aufgrund der riskanten Spielanlage ein. Serge Gnabry überhob beim 3:0 (62.) RB-Schlussmann Peter Gulacsi aus rund 45 Metern. Die Bayern-Leihgabe hatte bereits das 2:0 (52.) erzielt. Nadiem Amiri (13.) und Mark Uth (87.) schossen in Sinsheim die übrigen Tore. Bei Leipzig fehlte der verletzte Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker kam nach seiner Zehenverletzung erstmals seit der achten Runde wieder zum Einsatz. Der Defensivspieler wurde zur Pause eingewechselt.

Augsburg findet sich aktuell auf Rang sieben wieder. Gregoritsch war in der 22. Minute aus kurzer Distanz mit seinem siebenten Saisontor zur Stelle. Der 23-Jährige hatte bereits in der Vorwoche gegen Wolfsburg getroffen. Er holte auch den Elfer heraus, den Alfred Finnbogason zum 2:0 (43.) verwertete. Nachdem Mainz im Finish den Anschlusstreffer erzielt hatte, legten die Augsburger durch Finnbogason (87.) sofort wieder nach.

Andrej Jarmolenko bewahrte Dortmunds Trainer Peter Bosz vor einer weiteren Niederlage. Der Ukrainer rettete in Leverkusen mit seinem Tor in der 73. Minute zumindest das Unentschieden. Die Dortmunder, die im siebenten Ligaspiel in Serie ohne Sieg blieben, überzeugten aber kaum. Erst in der 50-minütigen Überzahl kamen sie besser ins Spiel. Leverkusens Wendell hatte Rot gesehen (41.), nachdem Kevin Volland (30.) die Werkself voran gebracht hatte. Julian Baumgartlinger kam bei Leverkusen nach einer Stunde aufs Feld.

Werder Bremen schaffte den zweiten Heimsieg in Folge. Der Tabellenvorletzte mit Zlatko Junuzovic schlug durch Max Kruse (45.) unmittelbar vor der Pause zu. Stuttgart blieb nach Seitenwechsel gefährlich und gab den Hanseaten Raum zum Kontern, Tore fielen aber keine mehr. Werder liegt nun nur noch drei Zähler hinter dem rettenden 15. Platz.