Lewandowski mit fünf Toren in neun Minuten

GERMANY SOCCER BUNDESLIGA
Foto: APA/EPA/ANDREAS GEBERT Robert Lewandowski: Fünf Finger für fünf Tore

Bayern gewinnt Topspiel gegen Wolfsburg. Michael Gregoritsch schießt den HSV zum Sieg in Ingolstadt.

Robert Lewandowski hat dem FC Bayern durch einen sporthistorischen Auftritt mit fünf Toren innerhalb von neun Minuten beim 5:1-Heimsieg über Wolfsburg den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel der deutschen Bundesliga beschert. Und auch Michael Gregoritsch durfte jubeln. Der Freistoßtreffer des 21-jährigen Steirers in der 87. Minute brachte dem HSV einen glücklichen 1:0-Sieg in Ingolstadt.

In den weiteren beiden Dienstag-Partien der 6. Runde setzten sich die Heim-Teams durch. Hertha BSC Berlin durfte dank eines Doppelpacks des bosnischen Torjäger Vedad Ibisevic (43., 94.) einen 2:0-Sieg über den 1. FC Köln bejubeln. Philipp Hosiner spielte ab der 68. Minute. Aufsteiger Darmstadt gewann nach 0:1-Rückstand gegen den SV Werder Bremen 2:1. Ein Erfolgserlebnis gab es  für György Garics. Der Teamverteidiger besiegte mit Darmstadt zuhause Werder Bremen 2:1. Bei den Gästen kam der zuletzt kranke Zlatko Junuzovic in der 72. Minute.

Lewandowski-Gala

GERMANY SOCCER BUNDESLIGA Foto: APA/EPA/ANDREAS GEBERT In München stand es zur Pause 0:1, wobei die Bayern mit diesem Rückstand noch gut bedient waren. Daniel Caligiuri hatte in der 26. Minute Vizemeister Wolfsburg verdient in Führung geschossen. Und in der 39. Minute verhinderte dann die Stange bei einem Schuss aus 56 Metern von Joshua Guilavogui das 0:2. Bayern-Schlussmann Manuel Neuer war zuvor bis zur Mittellinie herausgestürmt, um den Konter der Wolfsburger zu unterbinden.

Nach der schwachen ersten Hälfte stellte Bayern-Trainer Pep Guardiola um, brachte Javi Martinez für Juan Bernat, wodurch ÖFB-Star David Alaba von der Innen- auf die Linksverteidiger-Position wechselte. Doch viel wichtiger war der Tausch Lewandowski für Thiago, der nach nicht einmal sechs Minuten mit dem Ausgleichstreffer des Polen schon Früchte trug.

Bayern Munich's Robert Lewandowski reacts after sc Foto: REUTERS/MICHAEL DALDER Nur weitere 60 Sekunden später erzielte Lewandowski bereits das 2:1, nach 3:22 Minuten machte er den schnellsten Hattrick der Bundesliga-Geschichte perfekt. Der nächste Rekord folgte nur zwei Minuten später mit dem vierten Treffer, 5:42 Minuten nach seinem ersten. Und mit schließlich fünf Toren in 8:59 Minuten sicherte sich Lewandowski einen fußballhistorischen Eintrag.

In Minute 69 hätte Lewandowski nach Alaba-Flanke fast noch den Sechserpack geschnürt, doch Wolfsburg-Verteidiger Ricardo Rodriguez rettete auf der Linie mit einer akrobatischen Fußabwehr. Damit bleibt Dieter Müller, der am 17. August 1977 beim 7:2-Heimsieg des 1. FC Köln über Werder Bremen sechs Tore erzielt hatte, alleiniger Bundesliga-Rekordhalter für die meisten Treffer in einem Spiel. Die Bestmarke für den schnellsten Hattrick hatte bisher der Duisburger Michael Tönnies, der 1991 in der Partie gegen den Karlsruher SC fünf Minuten benötigt hatte.

Gregoritsch-Hammer

GERMANY SOCCER BUNDESLIGA Foto: APA/EPA/ARMIN WEIGEL Gregoritsch versteckt sich in der Jubeltraube, Suttner ärgert sich Michael Gregoritsch wurde beim HSV in der 65. Minute eingewechselt und sorgte dann mit seinem abgefälschten Freistoß aus rund 20 Metern dafür, dass die Torsperre seines ÖFB-Kollegen Ramazan Özcan nach 446 Minuten ihr Ende fand. Es war das erste Liga-Tor des Sohns von U21-Teamchef Werner Gregoritsch. Die Ingolstädter, bei denen Markus Suttner (bis zur 89. Minute) und Lukas Hinterseer (bis 71.) begannen, blieben trotz bester Chancen auch in ihrem dritten Heimspiel ohne Sieg und Tor, stehen mit zehn Punkten aber trotzdem gut da. Auswärts hatte das Team von Ralph Hasenhüttl mit drei Startsiegen dagegen einen Rekord für einen Aufsteiger aufgestellt.

Warum Gregoritsch so gute Freistöße tritt? "Die einen machen Sprints, die anderen gehen in die Kraftkammer, ich übe halt Freistöße nach dem Training."

Ergebnisse und Tabelle

Dienstag, 22.09.2015
Bayern München - VfL Wolfsburg 5:1
Bayern: Alaba spielte durch.

SV Darmstadt - Werder Bremen 2:1
Darmstadt: Garics spielte durch; Bremen: Junuzovic ab 72.

Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln 2:0
Köln: Trainer Stöger, Hosiner ab 68.

FC Ingolstadt 04 - Hamburger SV                                 0:1
Ingolstadt: Trainer Hasenhüttl, Özcan spielte durch, Suttner bis 89., Hinterseer bis 71.; HSV: Gregoritsch ab 65. mit Freistoßtor (87.)

Mittwoch, 23.09.2015
FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 20.00
Bayer 04 Leverkusen - FSV Mainz 05 20.00
Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg 20.00
Hannover 96 - VfB Stuttgart 20.00
1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 20.00

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