Sport | Fußball 11.03.2012

Bayern 7, Hoffenheim 1

Der Münchner Luiz Gustavo erzielt per Eigentor den Ehrentreffer für Hoffenheim. Drei Mal Rot in Köln.

Wenn sogar die Welle durch die Münchner Allianz Arena wogt, dann muss etwas Außergewöhnliches geschehen sein. Denn die Fans der Bayern, stille Fußball-Genießer, lassen sich nur schwer aus der emotionalen Reserve locken. Ein eindrucksvolles 7:1 gegen Hoffenheim ist ihnen dann schon eine Welle wert.

Von wegen Krise bei den Bayern. Rechtzeitig vor dem Achtelfinalrückspiel in der Champions League gegen Basel schossen sie sich den Frust von der Seele. Vor allem Stürmer Mario Gomez tankte mit drei Volltreffern gegen völlig überforderte Hoffenheimer Selbstvertrauen. Ein Doppelpack von Robben und Treffer von Riberys und Kroos ergänzten den Kantersieg. David Alaba spielt auf ungewohnter Position durch – er kam links in der Vierer-Abwehrkette statt Lahm, der den Platz des erkrankten Rafinha einnahm, zum Einsatz.

Noch mehr Grund zur Freude hatten die Müncher Stunden später, nachdem Tabellenführer Dortmund bei Aufsteiger Augsburg über ein 0:0 nicht hinauskam. Der Vorsprung des Titelverteidigers auf die Müncher beträgt damit "nur" noch fünf Zähler.

Mainz zitterte sich gegen Nürnberg zu einem 2:1-Heimsieg. Die Österreicher Ivanschitz und Baumgartlinger nahmen nach einer Virus-Erkrankung unter der Woche zunächst auf der Bank Platz. Ivanschitz wurde in der 73. Minute für Zidan eingetauscht, Baumgartlinger kam im Finish statt Polanski zum Einsatz.

Kartenspiele

Turbulent verlief das 1:0 Kölns gegen Hertha BSC Berlin. Bei Köln sah zunächst der eingewechselte Jajalo für ein Foul die Rote Karte. Wenig später wurde Hertha-Kapitän Kobiaschwili mit Gelb-Rot duschen geschickt, mit ihm ging jedoch Kölns Lukas Podolski. Er wurde wegen eines vermeintlichen Kopfstoßes gegen den heftig provozierenden Kobiaschwili ausgeschlossen. Eine Fehlentscheidung.

Einen weiteren Rückschlag im Titelkampf erlitt Borussia Mönchengladbach, das daheim gegen Freiburg nur ein mageres 0:0 erreichte. Martin Stranzl war in der Innenverteidigung der gewohnte Fixbestandteil. Gladbach liegt nun drei Punkte hinter den Bayern auf Platz drei und orientiert sich immerhin nach den Champions-League-Plätzen. Nach dem 1:7 gegen Barcelona setzte es für Leverkusen die nächste Niederlage – in Wolfsburg verlor man 2:3.

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( Kurier ) Erstellt am 11.03.2012