Sport | Fußball 13.03.2014

Basel-Hospitant Barisic sieht "50:50-Chance"

Rapid-Coach Zoran Barisic war in Basel. © Bild: APA/EXPA / HANS GRODER

Der Rapid-Trainer lernte den Schweizer Top-Klub in allen Facetten kennen.

Zoran Barisic war mittendrin statt nur dabei: Direkt auf das 3:6 im Duell mit Salzburg folgte für den Rapid-Trainer in der vergangenen Woche die für die UEFA-Pro-Lizenz vorgeschriebene Auslandshospitation beim FC Basel.

Barisic, der mit Basels österreichischem Co-Trainer Markus Hoffmann durch die gemeinsame Trainerausbildung eng verbunden ist, gibt somit einen glaubwürdigen Experten für das Achtelfinal-Duell in der Europa League ab: "Ich sehe die Chancen 50:50 verteilt. Wenn sie wieder das Niveau wie gegen Ajax abrufen können, hätte Salzburg aber leichte Vorteile." Allerdings fällt das Überraschungsmoment weg: "Basel hat großen Respekt und wird auf das Pressing ganz sicher besser vorbereitet sein. Sie beobachten die Salzburger Spielweise schon lange."

7-7-7-Modell

Barisic konnte nicht nur mit Chefcoach Murat Yakin in die Tiefe gehen. "Sie waren weitaus gastfreundlicher und offener als das für eine Hospitation vorgesehen ist." Und so hörte der Rapid-Coach von Basels 7-7-7-Struktur, die vor der Rangnick-Verpflichtung in Salzburg als 8-8-8 in ähnlicher Form versucht wurde: Im Profi-Kader sollten (jeweils als Richtwert) nur sieben Spieler älter als 23 Jahre sein, sieben zwischen 21 und 23 und sieben jünger als 21.

Das 7-7-7 gilt auch für die Herkunft: Sieben Spieler aus der Nähe von Basel, sieben aus dem Rest der Schweiz und sieben Legionäre sollten im Idealfall den Kader bilden.

Spannend klingt auch das "technische Komitee", das über die Transfers entscheidet. Es besteht aus: Präsident, Chefscout, Sportdirektor und Trainer. Festgelegt ist auch die Finanzstrategie. Wenn ein Spieler (wie so oft) teuer verkauft wird, darf ein Viertel bis ein Drittel von den Einnahmen für den Nachfolger ausgegeben werden.

Bei all der Schweizer Gründlichkeit ist eines offen: "Es gibt keine bis in den Nachwuchs einheitliche Spielphilosophie", erzählt Barisic. "Über die entscheidet immer der Trainer der Profis."

Erstellt am 13.03.2014