Austria Salzburg als Sicherheitsri­siko

Nicht zum ersten Mal sorgen "Fans" der Salzburger Austria für Kopfzerbrechen.
Foto: kba/Austria Salzburg

Zum Teil gewaltbereite Anhänger des Teams erfordern in der Regionalliga teure Sicherheitsmaßnahmen.

120 Polizisten, dazu Securitykräfte und Ordner, 1000 Meter Absperrgitter, ein Spezialzaun - es ist kein hochbrisanter G-8-Gipfel, für den diese Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssen, nein: Ein Fußballspiel macht all diese Vorkehrungen notwendig. Ein drittklassiges Fußballspiel wohlgemerkt.

In Hall, einem beschaulichen Städtchen unweit von Innsbruck, herrscht Alarmstufe Violett. Am Montag kommt Austria Salzburg zum Aufsteiger in die Regionalliga West. Mit im Gepäck hat der Traditionsklub seine berüchtigten Anhänger - und die Angst vor Ausschreitungen mit den verfeindeten Fans von Wacker Innsbruck.

Unerfüllbare Auflagen

Vorsorglich hat die Bezirkshauptmannschaft daher strengste Auflagen für das Spiel erteilt. Auflagen, die der Amateurverein aus Hall nie und nimmer erfüllen kann. Denn die Kosten für die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen belaufen sich auf 40.000 Euro. Weil die Salzburger einem Platztausch nicht zugestimmt haben, ist es äußerst ungewiss, ob das Spiel nun überhaupt stattfinden kann.

Am Mittwoch suchten die ÖFB-Landespräsidenten jedenfalls nach einer Lösung für dieses Sicherheitsproblem. "Mit dem Problem ist ja nicht nur Hall konfrontiert", weiß der Tiroler Präsident Josef Geisler.

In der Vorsaison hatten die Innsbrucker Behörden bereits die Durchführung der Partie Union - Salzburg untersagt. Am Ende kam es zu einem Geisterspiel, bei dem Dutzende Polizisten im Einsatz waren und sogar Straßen rund um den Innsbrucker Sportplatz gesperrt werden mussten. "Traurig, wir reden hier vom Amateurfußball", erklärt Geisler.

(KURIER) Erstellt am
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