Auslosung: Erster Schritt Richtung WM 2014

Der Titelverteidiger: Die Spanier jubelten 2010 in Südafrika.
Foto: apa

Am Samstag werden in Rio die Weichen für die Fußball-WM 2014 gestellt. Österreich droht eine schwere Qualifikation.

Teamchef Dietmar Constantini landete am Freitagin Rio de Janeiro und will am Samstag, um 23 Uhr MESZ schon wieder im Flugzeug sitzen. 100 Minuten vorher wird er wissen, welche Gegner die Auslosung für die WM-Qualifikation Österreich beschert.

Was Constantini noch nicht weiß: Ob er bei den Ausscheidungsspielen geschweige denn zum Zeitpunkt der WM 2014 überhaupt noch Teamchef ist.

Understatement

Gelassen sieht der Tiroler der Auslosung entgegen, bei der Brasiliens zweifacher WM-Schützenkönig Ronaldo im Jachthafen der Marina da Gloria von Rio Glücksfee spielen wird. "Spekulationen sind sinnlos. Die Qualifikation wird auf jeden Fall schwer", sagt Constantini, während es sein deutscher Kollege Joachim Löw, mit dem es am 2. September in Gelsenkirchen ein Wiedersehen gibt, vorzieht, erst gar nicht den Übersee-Flug anzutreten.

Löw sieht lieber am Sonntag beim Cup zwischen den Amateuren von FC Teningen und Schalke einigen Schalke-Teamkandidaten und so nebenbei auch Schalkes österreichischer Vier-Millionen-Neuerwerbung Christian Fuchs auf die Beine.

Quali schon im Frühjahr?

Während die Deutschen derzeit noch ganz auf die EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) fokussiert sind, wird Kapitän Fuchs mit der ÖFB-Auswahl möglicherweise schon im Frühjahr WM-Qualifikationsspiele bestreiten. "Vorausgesetzt, dass Gegner, die nicht für die EM qualifiziert sind, gegen uns spielen wollen. Und dass sie nicht so stark sind und unser Teamchef daher nicht schon im nächsten Mai gegen sie spielen will", sagt ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig und stellt klar: "Die Entscheidung liegt bei Constantini." Dessen Vertrag endet vorerst aber mit Dezember 2011.

Darüber hinaus steht nur fest, mit welchen Gegnern es Constantini oder sein Nachfolger in der Qualifikation nicht zu tun bekommt: Und zwar mit jenen Nationen, die wie Österreich vor der Auslosung in den Außenseiter-Topf vier geworfen wurden. Sämtliche Nachbarländer von Italien bis Liechtenstein können Österreich hingegen heute zugelost werden.

Um die 31 Startplätze neben Fixstarter und Gastgeber Brasilien konkurrieren so viele Mannschaften wie noch nie. Nämlich 203. Mit 53 Teams ist Europa am stärksten vertreten.

(kurier) Erstellt am
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