Sport | Fußball
20.03.2012

Aufatmen und Anteilnahme im Fall Muamba

Die Familie des 23-Jährigen bedankte sich für das weltweite Mitgefühl. Auch ÖFB-Legionär Paul Scharner betet für Muamba.

Immer zuversichtlicher werden die täglichen Krankenberichte auf der Homepage der Bolton Wanderers. " Fabrice Muamba hatte eine ruhige Nacht auf der Intensivstation des London Chest Hospital", steht dort.

Der 23-Jährige ist am Samstag im Spiel bei Tottenham zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Erst im Krankenwagen auf der Fahrt ins Spital hat sein Herz wieder zu schlagen begonnen. Der Zustand des Spielers sei noch immer ernst, es gehe ihm immer besser, heißt es aber.

"Er atmet mittlerweile selbstständig ohne Beatmungsgerät. Außerdem erkennt er Familienmitglieder und antwortet passend auf Fragen", teilte sein Verein mit.

Die Familie, Muamba hat mit Freundin Shaun einen kleinen Sohn namens Joshua, bedankte sich für das weltweite Mitgefühl. Tausende eMails landeten bei Bolton. Auch Österreichs Teamspieler Paul Scharner bat im Internet, dafür zu beten, dass Muamba wieder gesund wird.

Absoluter Tiefpunkt

Bei denjenigen, die am Samstag hautnah am Geschehen waren, sitzt der Schock tief. Tottenham-Star Rafael van der Vaart, der etwa zehn Meter von Muamba entfernt auf dem Platz gestanden ist, beschrieb die Situation als "absoluten Tiefpunkt in meiner Fußball-Karriere. Es war einfach furchtbar, so einen jungen Spieler auf dem Boden um sein Leben kämpfen zu sehen."

Muamba wurde in Kinshasa in der heutigen Demokratischen Republik Kongo geboren und kam als Bürgerkriegsflüchtling im Alter von elf Jahren mit seiner Mutter Gertrude nach London.