Armin Veh trainiert in Frankfurt die Österreicher Jimmy Hoffer und Ümit Korkmaz.

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Auch am Tag danach war Veh außer sich

Auch am Tag danach war Veh außer sich

Für Frankfurts Trainer ist Düsseldorf-Stürmer Rösler ein "Rotzlöffel" und "eine Schande für den deutschen Fußball".

02/15/2012, 09:17 AM

Erst am Tag danach machte Armin Veh seinem Ärger Luft. Nach dem turbulenten 1:1 (0:0) von Eintracht Frankfurt im Zweitliga-Topspiel in Düsseldorf nahm Veh Fortuna-Stürmer Sascha Rösler ins Visier. Der Trainer nannte den Angreifer "eine Schande für den deutschen Fußball". Rösler habe die ganze Zeit provoziert. "Ich fühle mich von ihm betrogen", sagte der Frankfurter Coach am Dienstag auf einer Pressekonferenz.Jeder anständige Sportler werde "mit Füßen getreten, wenn Rösler als Leader bezeichnet wird. Er ist kein Leader, er ist ein Schauspieler. Das ist unfair ohnegleichen", schimpfte Veh weiter.Der Grund waren provozierende Äußerungen und Gesten seitens des Spielers in Richtung des Eintracht-Trainers, nachdem Düsseldorf erst in der letzten Spielminute durch einen von Jens Langeneke verwandelten Foulelfmeter der Ausgleich gelungen war. Rösler sah für seine Provokationen die Gelb-Rote Karte."Soll mich der Rotzlöffel doch beschimpfen, das interessiert mich nicht", sagte Veh am Dienstag, die Strafe empfindet er aber als zu mild. "Die Gelb-Rote ist doch lächerlich. Der wird nur für ein Spiel gesperrt", sagt der Trainer des Tabellendritten. Am Montagabend hatte Veh noch jede Stellungnahme abgelehnt und war auch nicht zur obligatorischen Pressekonferenz erschienen. Stattdessen ergriff Frankfurts Manager Bruno Hübner das Wort.

Wütender Stier

Wie ein wütender Stier schnaubte der ansonsten ruhige Hübner in den Katakomben der Düsseldorfer Arena. "Das ist eine Katastrophe, es war so ein lächerlicher Elfmeter", schimpfte der Sportdirektor über den umstrittenen Strafstoß, der Düsseldorf in der hektischen Schlussphase des Spitzenduells einen Punkt und die Tabellenführung rettete. Benjamin Köhler hatte die Gäste, bei denen Jimmy Hoffer bis zur 83. Minute spielte, Ümit Korkmaz saß wie Düsseldorfs Robert Almer auf der Bank, in Führung gebracht (69.), doch als der eingewechselte Düsseldorfer Timo Furuholm nach einem Foul von Eintracht-Profi Anderson zu Fall kam, entschied Schiedsrichter Felix Brych nach Hinweisen seines Assistenten auf Elfmeter. Langeneke traf und sein Mitspieler Rösler löste mit provokanten Gesten tumultartige Szenen vor der gegnerischen Trainerbank aus."In Düsseldorf sollten sich wegen solcher Szenen alle mal hinterfragen", sagte Hübner. Er sah die umstrittene Situation als Fortsetzung einer giftigen Debatte, die sich die Klubs bereits in der Vorwoche lieferten. Veh hatte vor Tagen die Stimmung angeheizt, indem er Fortunas Torjäger Rösler und dessen Kollegen Fallsucht unterstellte. "Veh wollte exakt auf solche Situationen hinweisen, wie wir sie jetzt wieder gesehen haben", rechtfertigte Hübner.Tatsächlich war der von Langeneke geschossene Strafstoß bereits der elfte Elfmeter, den die Düsseldorfer in dieser Saison zugesprochen bekommen haben.

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