Sport | Fußball
29.01.2018

Aubameyang-Deal mit Arsenal vor Abschluss

Der Wechsel des Gabuners nach London steht wohl unmittelbar bevor - und auch ein Ersatz könnte gefunden sein.

Der Transfer von Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang von Dortmund zu Arsenal scheint besiegelt. Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Deutschland und England haben sich die beiden Fußball-Clubs auf eine Ablöse für den 28-Jährigen geeinigt. Diese soll laut BBC und Sky Sports News bis zu 60 Millionen Pfund (68,7 Mio. Euro) betragen.

In Deutschland ist von 63 bis 65 Mio. Euro die Rede. Offiziell verkündet werden soll der Deal noch am Montag. Als Ersatz soll Dortmund den in China bei Tianjin Quanjian offenbar nicht glücklichen Anthony Modeste in Erwägung ziehen. Dortmund-Trainer Peter Stöger hatte mit dem Franzosen bis Sommer bereits erfolgreich beim 1. FC Köln zusammengearbeitet.

Aubameyang dagegen machte dem Wiener in den vergangenen Wochen Probleme - und nicht nur ihm. Am Montag blieb der Gabuner sogar einem Gerichtstermin fern. Der Angreifer hätte im Prozess um den Bombenanschlag auf das BVB-Team vergangenen April als Zeuge aussagen sollen. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Marc Bartra tat er das nicht, er ließ sich erkrankt entschuldigen.

"Äußerst dürftig"

Sein Fernbleiben könnte Aubameyang Ärger mit der Justiz einbringen. In seiner ersten Reaktion bezeichnete Oberstaatsanwalt Carsten Dombert die von seinem Anwalt vorgelegte ärztliche Bescheinigung als "äußerst dürftig". Ein eventuelles Ordnungsgeld ist laut einem Gerichtssprecher in der Strafprozessordnung aber auf maximal 1.000 Euro begrenzt.

Das wird sich Aubameyang leisten können. Laut Bild-Zeitung würde der Angreifer bei Arsenal künftig zehn Millionen Euro netto pro Jahr plus Prämien kassieren. Mit seiner Ablöse wäre er zudem der teuerste Zugang der Clubgeschichte. Bisher ist das Alexandre Lacazette. Der Franzose war im Vorsommer für rund 60 Mio. Euro von Olympique Lyon nach London gewechselt.