Altach zieht Klage zurück

Altach sieht " keinen Sinn mehr in einer Fortführung des schiedsgerichtlichen Streits mit der Bundesliga".
Foto: apa

Die Vorarlberger begründen den Schritt damit, die Bundesliga nicht in ein "organisatorisches Chaos stürzen" zu wollen.

In der Causa angeblicher Doppelverträge mit Spielern beim FC Admira ist nun ein unerwartet schneller Schlusspfiff ertönt. Der SCR Altach teilte am Dienstag in einer Presseerklärung mit, dass er seine Klage vor der Schiedsgerichtsverhandlung zurückgezogen hat.

"Nachdem das Ständige Neutrale Schiedsgericht der Bundesliga unseren Antrag auf Erlassung einer Einstweiligen Verfügung abgelehnt und die Meisterschaft der 1. Liga somit planmäßig begonnen hat, sehen wir keinen Sinn mehr in einer Fortführung des schiedsgerichtlichen Streits mit der Bundesliga", hieß es in dem Schreiben der Vorarlberger.

Der bisherige Verlauf des Verfahrens habe auch erhebliche Mängel in den Regulativen und in der Verfahrensführung aufgezeigt. Die Schiedsgerichtsverhandlung am kommenden Donnerstag hätte durchaus zukunftweisende sportrechtliche Erkenntnisse für den heimischen Profi-Fußball bringen können. "Sie könnte die Bundesliga aber auch in ein organisatorisches Chaos stürzen", wird argumentiert.

"Rechtliches Leitbild"

"Das wollen wir aber, im übergeordneten Interesse der gesamten Österreichischen Bundesliga, verhindern". Der Vizemeister 2011 hofft, dass der bisherige Verlauf des Verfahrens das Problembewusstsein der Liga-Verantwortlichen dermaßen stärke, dass bereits in den kommenden Monaten mit ernsthaften ligainternen Diskussionen und umfassenden Änderungen in den Regulativen gerechnet werden könne.

Fair Play, Integrität und Transparenz des Wettbewerbes sowie ein zu erstellendes "rechtliches Leitbild" sollen die Zukunft sein. Werden diese Punkte realisiert, dann habe es sich gelohnt zu kämpfen, meinen die Altacher. Der Verein wolle sich ab sofort mit ganzer Kraft um die eigenen sportlichen, kaufmännischen und organisatorischen Belange kümmern und den angepeilten Aufstieg ins Oberhaus auf dem Rasen realisieren. Zum Start am Montagabend hätten sie sich aber mehr als das 1:1 daheim gegen die Vienna erwartet.

(apa / wol) Erstellt am
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