Sport | Fußball 05.12.2011

Akustik-Attacke auf Dortmund-Fans

© Bild: ap

Die BVB-Fans schmähten Hoffenheim-Mäzen Hopp per Gesang. Ein Vereinsmitarbeiter beschallte sie mit Hochfrequenztönen.

Ein Hoffenheimer Mitarbeiter hat beim Spiel gegen Dortmund mit einer eigenmächtigen Akustik-Attacke Borussia-Fans belästigt.

Der Mitarbeiter, so stellte es die TSG in einer Pressemitteilung am Montagabend dar, "wollte damit nach eigener Aussage 'ein Gegenmittel' gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp einsetzen".

Weiter habe der Mitarbeiter erklärt, dass er sich der Tragweite seiner Handlung nicht bewusst war und die Aktion auch einen eher scherzhaften Charakter haben hätte sollen. Als Reaktion hat die TSG 1899 Hoffenheim entsprechende arbeitsrechtliche und disziplinarische Schritte gegen den Mitarbeiter eingeleitet. Wegen der Akustik-Attacke gegen Fans von Borussia Dortmund im Bundesligaspiel bei 1899 Hoffenheim hatte die Polizei am Montag Ermittlungen aufgenommen.

Der Mitarbeiter setzte am vergangenen Samstag beim 1:0-Sieg der Hoffenheimer gegen den deutschen Meister Hochfrequenztöne ein, um die Schmähgesänge der BVB-Fans gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp zu übertönen. "Das war ein sehr lautes, schrilles Geräusch, das immer dann zu hören war, wenn Schmähgesänge angestimmt wurden", berichtete Jens Volke, hauptamtlicher Fanbeauftragter der Borussia.

Entschuldigung

Hoffenheims Klubführung hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine unverzügliche Untersuchung eingeleitet. Weder die Geschäftsführung der TSG 1899 Hoffenheim noch Präsident Hofmann oder Hopp selbst wussten von der Existenz und dem Einsatz des eingesetzten Gerätes. Alle Verantwortlichen distanzieren sich ausdrücklich von dieser Aktion und entschuldigen sich bei allen Fußballfans, deren Spielerlebnis durch diese Vorkommnisse beeinträchtigt wurde.

Sollte es in einzelnen Fällen tatsächlich zu einer Schädigung der Gesundheit von Stadionbesuchern gekommen sein, entschuldigt sich der Verein hierfür ebenfalls ausdrücklich, hieß es.

Erstellt am 05.12.2011