Admira besiegt Meister Sturm

Admira-Spieler beim Torjubel.
Foto: dapd Ein souveräner Sieg der Admira.

Aufsteiger Admira hat gegen Sturm alles unter Kontrolle. Das 0:2 offenbart die eklatanten Probleme des Titelverteidigers.

Selbstvertrauen sieht anders aus. Dabei ist es gerade einmal zehn Monate her, dass Sturm Graz alle Favoriten vorführte und den Meistertitel feierte. Aber woher soll auch die breite Brust stammen, verlassen die Steirer doch die fremden Spielfelder dieser Liga stets mit gesenkten Häuptern. Kein einziger Auswärtssieg steht in dieser Spielzeit zu Buche und daran änderte sich auch in der Südstadt gegen Admira nichts.

Der Aufsteiger hatte gegen den Meister alles im Griff, gewann 2:0 und näherte sich damit wieder dem Spitzentrio der Bundesliga an.

Zudem hat Dietmar Kühbauer wieder etwas mehr Optionen bei der Kaderzusammenstellung und der Admira-Trainer nutzte sie prompt. Sowohl in der Abwehr, als auch im zentralen Mittelfeld und im Angriff stellte er um und die Veränderungen sollten sich prompt bezahlt machen.

Toth überhebt mit einem perfekten Freistoß aus spitzem Winkel Cavlina. Der Sturm-Tormann hatte zuvor bei einen flotten Admira-Spielzug mit einem Foul den Freistoß verschuldet.


Harmlos

Die Partie blieb intensiv. Der erste Angriff der Gäste führte zu einem Elfmeter, jedoch nicht zum Ausgleich für den Meister (20.). Szabics schoss platziert, aber schwach und Admira-Tormann Tischler kratzte 2012 auch den zweiten Strafstoß von der Linie.

Auch die nächste nennenswerte Aktion entstand vom Elfmeterpunkt. Klem ließ sich von Admiras Seebacher überlisten, der Grazer Außenverteidiger nahm den Arm zur Hilfe. Rene Schicker schoss den Elfmeter ebenso platziert wie Szabics, aber mit Wucht – 2:0 (44.).

Der Meister hatte in der Pause Gesprächsbedarf. Die Admira-Defensive hatte keine Mühe mit dem offensiven Sturm-Lüfterl und in der Innenverteidigung machte sich das Fehlen von Organisator Feldhofer bemerkbar.

Sturm-Trainer Franco Foda wollte in der Offensive Reizpunkte setzen: Pavlov erlöste Bodul, der Stürmer war überhaupt nicht wahrzunehmen.

Oldie Haas ersetzte Talent Kainz, der ballsichere Hölzl den flinken Wolf. An der kreativen Magerkost von Sturm änderte das nichts. Die Admiraner waren immer dort anzufinden, wo die Grazer hinwollten. Die Titelverteidigung rückt damit in weite Ferne.

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(kurier) Erstellt am
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