Sport | Fußball
05.12.2011

26 Millionen für Rapids Zukunft

Die Stadt Wien investiert in das Hanappi-Stadion viel Geld, Rapid weicht ins Happel-Stadion aus.

Jahrelang wurde verhandelt, die Präsentation durch die Stadt Wien kam dann doch plötzlich. Es waren keine Rapid-Vertreter anwesend, als im Rathaus die Unterstützung des Vereins in wesentlichen Zukunftsfragen präsentiert wurde. Rapid setzte daraufhin in aller Eile für Dienstagnachmittag eine Pressekonferenz an. Manager Werner Kuhn freute sich jedenfalls: "Diese Lösungen sind Meilensteine für die Zukunft von Rapid. Das Hanappi-Stadion bleibt erhalten und der Nachwuchs kann professionell trainieren."

Konkret kündigte Sportstadtrat Christian Oxonitsch von der SPÖ an, dass das 1977 in Betrieb genommene Hanappi-Stadion ab Sommer 2013 generalsaniert wird. Wahrscheinlich für die gesamte Saison 2013/2014 müssen die Heimspiele deshalb im Happel-Stadion ausgetragen werden.

Die Stadt investiert in die Sanierung - die auch bessere Sicherheitsvorkehrungen, neue Kabinen und eine von Rapid organisierte Gastronomie umfasst - 17,7 Millionen Euro. Groß ausgebaut werden kann aber nicht. Verschiedene Pläne reichen von 19.000 bis 23.000 Plätze. Oxonitsch sagt: "Ich halte 21.000 für realistisch. Aber jetzt ist Rapid am Zug."

Präsident Rudolf Edlinger nimmt den Ball auf ("Das ist ein sehr glücklicher Tag für Rapid und mich") und verspricht: "Wir werden auch Eigenmittel aufbringen, um die maximale Lösung für das Stadion mit mehr Platz und Sky-Boxen zu realisieren." Die nötigen Kredite können mit den künftig höheren Einnahmen besichert werden.

Pächter Rapid

"Rapid wird das Stadion ab 1. Juli 2012 bis 2039 als Pächter übernehmen", sagt Oxonitsch. Bisher waren jährliche Mieten in Höhe von rund einer Million fällig. "Jetzt sind wir endlich Herr im eigenen Haus", jubelt Pächter Edlinger.

Zusätzlich erhält Rapid eine Nachwuchsakademie (U 15 bis U 19) beim Hanappi-Stadion (mit Halle), bisher musste der Nachwuchs in die Südstadt zum Training pendeln. Außerdem bekommt Rapid ein neues Trainingsareal beim Happel-Stadion. Dafür werden am Gelände der Prater-Trainingsplätze zwei Rasenplätze in Kunstrasenfelder umgebaut und ein Platz mit Rasenheizung und einer überdachten Tribüne für 400 Besucher ausgestattet. Im Stadion (Sektor E) werden Büros für Rapid eingerichtet.

Die Stadtregierung investiert - sofern der Gemeinderat wie geplant zustimmt - dafür neben den 17,7 Millionen in das Stadion weitere 8,7 Millionen, insgesamt also 26,4 Millionen Euro.

Dafür muss Rapid in Kauf nehmen, dass neben den Jüngsten (bis zur U 14) auch die Amateure und die Profis ab Sommer im Prater trainieren, wo früher die Austria angesiedelt war. Steffen Hofmann meint: "Die Spieler wurden davon nicht informiert, aber das muss Profis zumutbar sein. Ich freue mich jedenfalls, dass die dringend notwendige Renovierung im Hanappi-Stadion möglich wird."

Austria-Förderung

Die Austria wurde mit einer ähnlich großen Summe wie Rapid bedacht, betonte Oxonitsch. Der Großteil wurde aber bereits für den 2007 begonnenen Aus- und Umbau der Generali Arena und der Nachwuchsakademie verbraucht.

Die noch verbleibenden knapp zwei Millionen werden bis 2015 für eine Tribüne in der Akademie und die ausständigen Erweiterungen der Eckbereiche Nord-Ost und Süd-West verwendet.

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